Mädchen-Team entscheidet 33. Planspiel Börse der Kreissparkasse für sich

Mit Volkswagen und viel Geduld zum Sieg

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Nina Mancuso (Kreissparkassen-Marketingabteilung, l.) und Patricia Zajonc (r.), KSK-Betreuerin des Planspiel Börse vor Ort, freuen sich mit Lara Müller (2.v.l.) und Neyla Lohde vom Siegerteam.

Syke - Von Frank Jaursch. Vom legendären Börsen-Guru André Kostolany stammt der Satz „Bei Kanonendonner kaufen, bei Harfenklängen verkaufen”. Ob das Siegerteam des Planspiels Börse diesen Satz kannte, ist fraglich. Aber Neyla Lohde, Lara Müller und Lea Bohnenschäfer haben danach gehandelt – und so 84 andere Gruppen aus der Region hinter sich gelassen.

Am Dienstagabend nahm das Trio der Lise-Meitner-Schule in Stuhr-Moordeich Glückwünsche und Preis entgegen. Zur Siegerehrung in der Kreissparkasse am Mühlendamm waren die zehn bestplatzierten Schülerteams eingeladen. Insgesamt hatten 300 Schüler aus zehn Schulen an der 33. Ausgabe des spielerischen Kräftemessens mit Aktien und Fonds teilgenommen.

Die Kreissparkasse will mit dem simulierten Wertpapierhandel wirtschaftliche Grundkenntnisse vertiefen und Börsenwissen vermitteln. „Es ist unser Auftrag, die Bürger darüber zu informieren, wie das alles so funktioniert“, erklärte Dennis Landt von der KSK-Marketingabteilung bei der Siegerehrung.

50000 Euro fiktives Kapital standen jedem Team zu Beginn der zehnwöchigen Spielphase zur Verfügung. Zwischen dem 7. Oktober und dem 16. Dezember kauften und verkauften sie nach Herzenslust Aktien aus einem Pool von 175 ausgewählten Werten.

Die Teilnehmer gingen dabei mit unterschiedlichen Taktiken an die Aufgabe heran. Die einen waren nahezu täglich auf dem Aktienmarkt aktiv: Einige Gruppen kamen am Ende auf drei Din-A-4-Seiten an Transaktionen. Andere setzten auf Kontinuität. Die Siegerinnen vom Team „Neylarlea“ etwa entschieden sich zu Beginn für drei Werte, gaben ihr Startkapital aus – und hofften.

Dabei setzten sie auf das richtige Pferd: die Volkswagen-Aktie. Die dümpelte Anfang Oktober nach dem Bekanntwerden des großen Abgas-Skandals bei gerade mal 97 Euro herum. Zehn Wochen später stand das Papier bei rund 125 Euro. Die Volkswagen-Aktie sorgte so quasi im Alleingang dafür, dass sich der Wert des Sieger-Depots um fast 18 Prozent auf 58998 Euro erhöhte.

Das reichte nicht nur für den Sieg im Bereich der KSK Syke, sondern brachte niedersachsenweit Rang fünf (von 2706 Teams) ein. Und bundesweit belegten die Syker Sieger am Ende Platz 53. Nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass in Deutschland 30610 Teams angemeldet waren.

Mit ihrer Strategie ließen „Neylarlea“ die Konkurrenz deutlich hinter sich. Den zweiten Platz holte „Durans Gruppe“ – mit einem Depotwert von am Ende 55184 Euro hatten sie gut 3700 Euro weniger verdient als das Stuhrer Mädchentrio. Für die drei Siegerinnen gab es je 75 Euro Siegerprämie, die Zweitplatzierten bekamen noch je 50 Euro. Die drittplatzierte Gruppe „Patrick-Sascha-Devin“ konnte sich noch über dreimal 25 Euro freuen. Den übrigen Platzierten in den Top Ten spendiert die Kreissparkasse einen Restaurantbesuch.

Darüber hinaus gab es noch einen weiteren Gewinner: Das Team „Die Geldgeilen“ investierte am besten in nachhaltige Werte und erhielt einen Sonderpreis.

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