Selbstversuch bei der Aqua-Fun-Night

Lust auf Meer: Einfach mal abgetaucht im Syker Hallenbad

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Immer wieder spannend: Der Schnupperkurs des Tauchertreffs Dekostop aus Bremen im Syker Hallenbad.

Syke - Von Anika Bokelmann. „Lass Stress und Hass sein, Leben muss Spaß sein unter dem Meer“ heißt es im Disney-Film Ariel. Und tatsächlich vergisst man unter Wasser für einen Moment, was außerhalb passiert.

Im wahrsten Sinne des Wortes untergetaucht ist Kreiszeitung-Mitarbeiterin Anika Bokelmann am Freitagabend im Syker Hallenbad. Dort bot der Tauchertreff Dekostop aus Bremen ein Schnuppertauchen an.

Im Rahmen der Aqua-Fun-Night (von Oktober bis April monatlich), hat das Hallenbad-Team die Bremer Taucher nach Syke geholt. Seit zwei Jahren ist der Club bei diesem Angebot dabei. Zweieinhalb Stunden tauchen sie mit den Besuchern durch das Becken und gewähren einen Einblick in ihr Hobby.

Vor dem Start muss das Outfit angepasst werden. „Die Ausrüstung gibt es in verschiedenen Größen“, erklärt Gianina Gabel. Sie und die weiteren Mitglieder des Tauchtreffs haben unterschiedlich große Flossen und Tauchermasken sowie Sauerstoffflaschen mitgebracht.

Ganz schön schwerer Rucksack

Nachdem ich mit Flossen und Taucherbrille ausgestattet bin, bekomme ich von meinem Kurzzeit-Tauchlehrer Kai eine Art Rucksack aufgesetzt. Ganz schön schwer mit eingearbeiteten Gewichten, damit der Taucher nicht durch den Auftrieb an der Oberfläche hängen bleibt.

Die Westen wiegen zwischen sechs und elf Kilo. Zum Glück wirkt sich dieses Gewicht im Wasser anders aus. Sonst wäre es mit der Schwerelosigkeit schnell vorbei. Mit dieser Konstruktion bekomme ich zudem das wichtigste Equipment, die Sauerstoffflasche mit Atemmaske. Ab jetzt darf ich nur noch durch den Mund atmen. Logisch, meine Nase steckt schließlich in der Taucherbrille.

Bevor Kai mit mir durch das bis zu zwei Meter tiefe Becken schwimmt, zieht er die Weste stramm. Über einen Knopf reguliert er das Volumen beziehungsweise das Gewicht meiner Weste und ich sinke gen Boden.

Kreiszeitung-Mitarbeiterin Anika Bokelmann beim Tauch-Selbstversuch im Syker Hallenbad in voller Montur.

„Du kannst die Arme weglassen. Genieß die Umgebung und lass dir Zeit“, meint Kai. Auf dem Rückweg geht es tiefer hinab. Das Gewicht drückt mich gleichmäßig runter.

Einatmen, ausatmen und mit den Beinen schlagen: Die zweite Runde läuft schon viel besser. Schade nur, dass das Schwimmbecken nicht so richtig viel Schönes zu bieten hat. Vielleicht sollte ich im nächsten Urlaub nach einem Schnupperkurs im Meer oder See Ausschau halten. Lust darauf bekommen habe ich durch das Angebot in Syke auf jeden Fall.

Reges Interesse am Schnuppertauchen

Der Tauchertreff übt jede Woche und fährt in den Sommermonaten zusätzlich alle vier Wochen nach Dänemark zum Tauchen. In der Region bieten sie Kurse in Bremen-Nord, Weyhe und Syke an. Wer mitmachen möchte, muss sich einer tauchärztlichen Untersuchung unterziehen. Und man sollte keine Angst vor dem Wasser haben. Schwimmen an sich sei keine explizite Voraussetzung, aber dennoch hilfreich, so Gabel.

Am Freitagabend stößt das Schnuppertauchen wieder auf reges Interesse, und so bildet sich immer wieder eine Warteschlange an der Tauchstation. Mit reichlich Spaßausrüstung und lauter Musik lässt sich die Zeit aber gut überbrücken. Dass alles ruhig verläuft, ist unter anderem Schwimmmeister Oliver Pelz, seinen Kollegen und Mitgliedern der örtlichen DLRG-Gruppe zu verdanken.

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