Neue Kraft für Schuldnerberatung

In Lotterie gewonnen

Gefördert von der Fernsehlotterie: Gut sichtbar bringen Marlis Winkler (v.l.), Susan Behnken, Stefan Gövert sowie Edith Heckmann das Schild am Haus der Kirche in Syke an. Foto: Heinfried Husmann

Syke – Die Schuldnerberatung des Diakonischen Werkes hat in der Lotterie gewonnen, so könnte man sagen. Denn die Deutsche Fernsehlotterie unterstützt die Präventionsarbeit mit so viel Geld, dass die Schuldnerberatung von November 2019 bis Oktober 2022 eine halbe Stelle für die Aufklärung von jungen Erwachsenen über Schuldenfallen einrichten kann – finanziert zu 80 Prozent aus dem Zuschuss der Fernsehlotterie und zu 20 Prozent aus Spenden des Fördervereins, der die Schuldnerberatung nach Kräften unterstützt.

In drei Jahren würden nun 18 000 Euro Spenden gebraucht, rechnen Marlis Winkler als Geschäftsführerin des Diakonischen Werks und Edith Heckmann als Sprecherin des Förderkreises vor. Die Zuwendung der Fernsehlotterie – immerhin 82 000 Euro – sei eine „ganz, ganz große Unterstützung“, freuen sich die beiden. Unabhängig davon ist die Schuldnerberatung dankbar für Gelder des Landkreises und die Unterstützung von Banken bei der Präventionsarbeit in Schulen.

Genau die läuft bereits seit elf Jahren. Der Förderkreis hatte sie ins Leben gerufen, weil die Zahl überschuldeter junger Menschen immer stärker stieg. In den achten und zehnten Klassen informiert Schuldnerberater Stefan Gövert die Jungen und Mädchen darüber, was sie beim Umgang mit Geld unbedingt berücksichtigen müssen. Die Schüler erwerben dabei den kleinen und den großen Finanzführerschein. Im Süden des Landkreises Diepholz unterstützt die Oldenburgische Landesbank (OLB) das Projekt, im Norden die Volksbanken.

Die neue halbe Präventionsstelle füllt Susan Behnken mit Leben. Ihre Aufgabe: Junge Erwachsene fundiert informieren, damit sie nicht in den Teufelskreis der Überschuldung geraten. So kann sich das Kleingedruckte in Verträgen als fatale Hypothek erweisen. „Es gibt viele Tricks, dadurch können viele Schulden entstehen“, weiß Susan Behnken. Sie wird künftig bei Bildungsträgern und anderen Einrichtungen für junge Erwachsene unterwegs sein – und ihnen erläutern, wie sie diese Tricks entlarven können.

Als Sprecherin des Förderkreises ist Edith Heckmann froh über diese Ausweitung des Präventionsprojektes. Sie bietet jungen Menschen an, im Förderkreis mitzuwirken und dort eigene Erfahrungen einzubringen. Das Gremium tagt zweimal im Jahr. ANKE SEIDEL

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