Löwenherzenssache

Uta Ehlert aus Stemwede sammelt seit Jahren Spenden für das Kinderhospiz

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Uta Ehlert (links) sammelt seit Jahren Spenden für das Kinderhospiz Löwenherz. Diesmal übergab sie 3000 Euro an Geschäftsführerin Fanny Lanfermann. 

Syke - Von Michael Walter. Die persönliche Verbindung zu Syke ist bei Uta Ehlert nicht gerade offensichtlich. Sie lebt in Stemwede und arbeitet in Osnabrück. Sie hat weder Verwandte noch enge Freunde an der Hache, dennoch kommt sie immer wieder zu Besuch. Sie sammelt Spenden für das Kinderhospiz Löwenherz. Gerade erst hat sie wieder eine überreicht: Diesmal waren es 3000 Euro.

Löwenherz hat die Stemwederin über die zahlreichen Info-Stände kennengelernt, auf denen der Trägerverein überregional über seine Arbeit informiert. Das Hospiz nimmt unheilbar kranke Kinder und Jugendliche auf, gemeinsam mit ihren Eltern und Geschwistern. Ein professionelles Team übernimmt die Versorgung. Die Eltern können sich so von ihrer täglichen Belastung erholen, das kranke Kind ist gut versorgt, die Geschwister werden nicht von der Familie getrennt. Bis zu 28 Tage im Jahr können sie so gemeinsam zu Gast sein und danach gestärkt und mit neuen Kräften wieder nach Hause zurückkehren.

Mitgliedschaft nach Führung

2014 hat Uta Ehlert zum ersten Mal Geld für Löwenherz gesammelt: Ihr Arbeitgeber Transdev – das ist der Nahverkehrsanbieter, zu dem auch die Nordwestbahn gehört – hatte eine Aktion ausgelobt unter dem Motto „Mitarbeiter verzichten auf ein Weihnachtsgeschenk“. Ehlert hatte in diesem Rahmen 1000 Euro zusammenbekommen. Bei der Übergabe in Syke war sie dabei.

Bei einer Führung durch das Haus konnte sie sich zum ersten Mal einen persönlichen Eindruck vom Hospiz verschaffen, das sie bis dahin im Grunde nur vom Papier her gekannt hatte. „Was ich damals gesehen habe, hat mich so berührt, dass ich sofort Mitglied geworden bin“, erzählt sie.

Weihnachtsaktion bringt 3000 Euro

Inzwischen ist sie sogar Kassenprüferin. Und sie hat weiter Geld gesammelt. 2016 waren es 1500 Euro, die bei einem Sommerfest zusammengekommen waren.

Und jetzt 3 000 Euro. „Das Geld stammt aus der Weihnachtsaktion meines Arbeitgebers“, erzählt Uta Ehlert. Insgesamt 5 000 Euro hatte der zur Verfügung gestellt. Die Mitarbeiter konnten entscheiden, wohin das Geld geht. Insgesamt sechs verschiedene Projekte standen zur Wahl. Je mehr Stimmen eines auf sich vereinigen konnte, desto größer wurde der Anteil aus dem Spendentopf. „Und mein Vorschlag hat mit Abstand die meisten Stimmen bekommen.“

Löwenherz-Geschäftsführerin Fanny Lanfermann ist darüber aus naheliegenden Gründen sehr erfreut. Ungefähr 1,2 Millionen Euro muss sie jedes Jahr an Spenden akquirieren. Grund: „Unsere tatsächlichen Kosten sind höher als die Pflegesätze, die Kranken- und Pflegekassen bezahlen. Vieles, was gut für die Kinder ist, wird von den Kassen nicht übernommen.“

Um die 20 000 Einzelspenden bekommt der Trägerverein laut Lanfermann pro Jahr. 90 Prozent davon liegen unter 100 Euro.

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