„Löwenherz“ feiert Geburtstag mit 1500 Gästen/Buntes Unterhaltungsprogramm/Besichtigung der Hospiz-Einrichtungen

Soul-Songs, Motordröhnen und Rundfahrten

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Die Möglichkeit zu einem Besuch im Kinder- und im Jugendhospiz „Löwenherz“ nutzen beim „Tag der offenen Tür“ insgesamt ETWA 1500 Gäste.

Syke - Von Dieter Niederheide. Wenn „Löwenherz“ ruft, kommen Besucher in Scharen und mit Motor-Dröhnen: So war es beim zwölften Geburtstag des Kinderhospizes und beim zweiten Geburtstag des Jugendhospizes am Sonnabend. Besorgten Gesichtern wegen des regnerischen Wetters am Vormittag folgte sonniges Lächeln ab der Mittagszeit. „Für Löwenherz fahren wir auch bei Sturm und Regen los“, sagte ein Kradfahrer aus Osnabrück. Tom Andersen (48) und Heiko Lemke (38), die auf „Harley“ und „Sperling“ kamen, sagten unserer Zeitung: „Wir wollen einfach nur helfen, wir bieten Rundfahrten mit unseren Fahrzeugen an.“ Helfen wollen war das Zauberwort für viele, die am „Tag der offenen Tür“ aus allen Himmelsrichtungen nach Syke zu „Löwenherz“ strömten. Für sie hatten die Organisatoren ein ansprechendes Unterhaltungsprogramm zu bieten. Darin ein leider sehr versteckt liegender Höhepunkt mit dem Auftritt der Funk- und Soul- Sängerin Steff Heinken (Bremen), die mit beeindruckender Stimme eine Stunde lang Songs aus ihrem Repertoire vortrug. Ihre Lieder bekamen leider zu wenig Zuhörer mit.

Dazu trat mit Kim Dreesch aus Wilhelmshaven eine talentierte Nachwuchshoffnung mit Songs wie „Read all about it“ von Emeli Sandé auf, begleitet vom Achimer Gitarristen Andreas Stodte.

Zum neuten Male brachte Rolf Mau (73) die Rad-Renngemeinschaft Bremen auf die 56 Kilometer lange Strecke zur Benefiztour für „Löwenherz“. Rolf Mau hat die Aktion vor neun Jahren ins Leben gerufen. In dieser Zeit kamen, so erklärte er, für „Löwenherz“ 5235 Euro an Spenden von den Radlern zusammen.

Es herrschte wieder einmal Leben mit Aktionen und Angeboten auf dem Gelände und in den Häusern. Interessiert ließen sich die Besucher zum Beispiel die Kreativ- und Behandlungsräume sowie Pflegeeinrichtungen von den Mitarbeiterinnen erläutern.

Laut Pressesprecher Heiner Brock können jährlich etwa 250 Familien mit unheilbar erkrankten Kindern und Jugendlichen für bis zu vier Wochen zu Gast sein bei „Löwenherz“.

Auch an diesem Tag wieder an allen Ecken und Kanten zu finden: Gründerin und Leiterin Gaby Letzing sowie Maskottchen „Maximillian“. Auf Nachfrage bilanzierte Heiner Brock: „Wir sind zufrieden, es waren rund 1500 Besucher vor Ort und auch unsere Motorfreunde aus Oldenburg, fast 200 Kradler insgesamt, waren zu Besuch und überreichten Spenden.“

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