Kaninchen bringen TuS-Jugendfußballer in die Klemme 

Loch an Loch: Sportplatz in Syke dicht

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Symbolbild: Den Maulwürfen und Kaninchen geht's in Syke gut. 

Syke - Von Michael Walter. „Es ist eine Schande, dass die Stadt diesen Platz so verkommen lässt!“ Jens Scholz, Trainer einer Jugendfußballmannschaft des TuS Syke, macht aus seinem Herzen keine Mördergrube. Gemeint ist der Sportplatz an der Ferdinand-Salfer-Straße. Er ist der neueste und modernste Sportplatz in Syke – und derjenige mit dem schlechtesten Zustand.

Bereits im Frühjahr 2015 hatte der TuS Alarm geschlagen. Wegen unzähliger Maulwurfshügel und Kaninchenlöcher war der Platz damals unbespielbar. Obwohl die Stadt seinerzeit Abhilfe versprach, hat sich an diesem grundsätzlichen Problem bis heute nichts geändert. Auch jetzt ist der Sportplatz wegen der enormen Verletzungsgefahr durch die Kaninchenlöcher nicht nutzbar.

2004 hat die Stadt diesen Platz gebaut – mit Fördergeldern in Höhe von knapp 260.000 Euro bei Gesamtkosten von etwa 300.000 Euro. An die Bewilligung der Fördergelder war die Auflage verknüpft, den Platz in erster Linie als Schulsportplatz für die GTS 2001 zu nutzen. Mit dem TuS schloss die Stadt später einen Kooperationsvertrag, in dessen Folge der Verein den Platz an unterrichtsfreien Zeiten für den Jugendfußball nutzen darf.

Training kaum möglich

Der jetzige Zustand trifft den TuS allerdings wesentlich härter als die Schule, die noch einen weiteren Sportplatz sowie zwei Hallen für den Unterricht zur Verfügung hat. Markus Duhme, Spartenleiter Jugenfußball beim TuS: „Ich weiß nicht, wie wir ohne diesen Platz den Trainingsbetrieb organisieren sollen.“

Barriere soll gebaut werden

Die Stadt ist sich des Problems bewusst. Der Plan ist laut Fachbereichsleiter Hein Sievers, den Platz hermetisch gegen Maulwürfe und Kaninchen abzuschotten, indem ringsum eine spezielle Barriere eingegraben wird. Die aus anderen Gründen ebenfalls notwendige Beregnungsanlage würde die Stadt bei der Gelegenheit gleich mit einbauen. Geschätzte Kosten für beide Maßnahmen: Etwa 35.000 Euro. Gebaut werden könnte im nächsten Sommer. Vorausgesetzt, der Rat bewilligt dieses Geld auch im Haushalt für 2017.

Und genau da liegt das nächste Problem. Denn obwohl die Haushaltsberatungen noch in weiter Ferne liegen, zeichnet sich für Hein Sievers jetzt schon ab, dass viele angemeldete Wünsche nicht erfüllbar sein werden.

Markus Duhme: „Das ist ja schon einmal so gelaufen. Für die Stadt hat dieser Sportplatz keine hohe Priorität. Für uns dagegen schon.“ Hinzu kommt: Der TuS braucht den Platz eigentlich schon jetzt. Denn ab der D-Jugend aufwärts gilt die Devise: Solang es nicht friert, wird draußen trainiert. „Uns würde es ja schon reichen, wenn die Stadt kurzfristig die fehlenden Zaun-Elemente installieren die Löcher verfüllen würde. Und wenn die Stadt die Kaninchen-Barriere beschafft, könnte der TuS sie möglicherweise sogar in Eigenleistung eingraben.“

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