Für mehr Sicherheit

Der neue Kontaktbeamte in Syke hat die Lizenz zum Klönen

Dirk Westermann  steht mit Gabriele Sündermann in Syke auf der Straße.
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Dirk Westermann mit Gabriele Sündermann und ihrem tierischen Begleiter.

Der Name ist Westermann. Dirk Westermann! Er besitzt die Lizenz, auch in Uniform einfach „nur mal so zu klönen“. Sein Auftrag: „Das Sicherheitsempfinden im Kommissariatsbereich zu stärken“, wie es Sykes Polizeichefin Nina Menzel formuliert. Dirk Westermann ist der neue Kontaktbeamte der Syker Polizei. Die Kreiszeitung war mit ihm zusammen unterwegs. 

Syke - Dirk Westermann bezeichnet seinen Job als neuer Kontaktbeamter der Syker Polizei eher als: „Präsenz der Polizei auf der Straße zu zeigen und auch ohne besonderen Anlass mit Bürgern ins Gespräch zu kommen“. Das ist nach Worten der Kommissariatsleiterin im Einsatz- und Streifendienst kaum möglich. „Die Kollegen hetzen in der Regel von Termin zu Termin“, schildert sie. Das will das Land Niedersachsen jetzt ändern. Durch eine Organisationsänderung bei der Polizei verbunden mit der Einstellung von 1200 weiteren Beamten soll die Präsenz im ländlichen Raum gestärkt werden.

Als praktische Auswirkung vor Ort wurde die Verfügungseinheit zur Unterstützung bei besonderen Einsatzlagen in der Inspektion verstärkt. Ein Teil dieser bisher in Diepholz angesiedelten Einsatzkräfte wurde nach Syke verlegt. Die Anfahrtswege für Einsätze im nördlichen Landkreis haben sich dadurch erheblich verkürzt. Zusätzlich erhalten alle Kommissariate eine Planstelle für Kontaktbereichsbeamte, die laut Nina Menzel „die Hemmschwelle gegenüber der Polizei verringern sollen“.

Schon vorher im Syker Kommissariat

Die Stelle war, wie man es im öffentlichen Dienst erwartet, formal intern ausgeschrieben. Dirk Westermann hat „nicht lange überlegt“, bewarb sich und wurde angenommen. Nina Menzel ist überzeugt, mit ihm jemanden gefunden zu haben, der über das „nötige Fingerspitzengefühl verfügt, um dieser Position gerecht zu werden“.

Westermann war auch bisher schon im Syker Kommissariat tätig. Bisher allerdings bei der Kripo und dort überwiegend im Kriminaljugenddienst. Auch da gehörte Präventionsarbeit zu seinen Aufgaben, was ihm nach eigenen Worten in der neuen Position sicherlich zugutekommt.

Nach der Entscheidung für ihn gab’s dann zunächst ganz pragmatische Probleme. „Ich musste erst einmal eingekleidet werden. Eine Uniform hatte ich schon lange nicht mehr getragen. Inzwischen weiß ich jetzt auch wieder, welches Hemd zu welcher Hose getragen werden darf“, berichtet er leicht belustigt.

Er wird künftig sowohl in Syke als auch in den zum Kommissariat gehörenden Städten Twistringen, Bassum und in der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen den Kontakt zum Bürger suchen. Dabei wird man ihn sowohl zu Fuß als auch mit dem Dienstfahrrad in den jeweiligen Kernbereichen antreffen. „Demnächst soll ich auch noch ein Dienst-Pedelec bekommen“, freut er sich.

Unterwegs in Syke, Bruchhausen-Vilsen, Bassum und Twistringen

Seinen Haupttätigkeitsbereich sehen Westermann und seine Chefin in der Stadt Syke. In Bruchhausen-Vilsen, Bassum und Twistringen sind die Polizeistationen fester Bestandteil im Ort. Die Hemmschwelle sieht Nina Menzel dort als „nicht so hoch“ an, da das Personal dort meist langjährig tätig und im Ort integriert ist.

Auch der Kontakt zu Kindertagesstätten, Schulen, Jugendhäusern und Altenheimen gehört zu seinen künftigen Aufgaben.

Im Anschluss an das Gespräch im Kommissariat gab’s dann für den Berichterstatter noch einen kleinen Einblick vor Ort auf der verregneten und dadurch nahezu menschenleeren Syker Hauptstraße. Den ersten Kontakt stellte Dirk Westermann selbst her, indem er sich Monika Staron im Geschäft „Herrlichkeit“ in seiner neuen Funktion vorstellte. Sie hatte bisher zwar keinen Anlass, die Polizei zu rufen, begrüßte es aber, „jemanden in Uniform auch mal durch die Hauptstraße gehen zu sehen“. Gabriele Sündermann, die bei Maas gerade im Ständer vor dem Geschäft stöberte, sprach ihn dann schon direkt an. Sie freute sich, „mal wieder einen Polizisten ansprechen zu können. Früher war das selbstverständlich“, schilderte sie aus alten Zeiten.

Dirk Westermann freut sich auf möglichst viele solcher spontanen Gespräche. Er hofft, dadurch polizeilichen Handlungsbedarf frühzeitig zu erkennen und nötige Maßnahmen dann rechtzeitig einleiten zu können.

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