Lisa Brenk veröffentlicht ihr erstes Buch „Gekoffert und verschleppt“

Entführt – in eine magische Welt

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„Gekoffert und verschleppt“ ist das Erstlingswerk von Lisa Brenk. Weitere Veröffentlichungen sollen folgen.

Syke - Von Aline Knake. Spätestens seit Harry Potter hat wohl jeder schon einmal davon geträumt, zaubern lernen zu können. Genau an seinem dreizehnten Geburtstag bekommt Robert Julius Caillou die Gelegenheit dazu: Mitten in der Nacht wird er in einem Koffer entführt und soll in einer magischen Welt zum Zauberer ausgebildet werden! Doch davon hält Robert überhaupt nicht viel – er will eigentlich nur möglichst schnell wieder nach Hause.

Es ist eben ein etwas ungewöhnlicher Held, den die gebürtige Sykerin Lisa Brenk in ihrem ersten Roman „Gekoffert und verschleppt“ auf die Reise schickt. Seit dem 29. Februar ist das Buch im Handel erhältlich, am Samstag, 19. März, wird sie es auf der Leipziger Buchmesse vorstellen.

„Ich habe eigentlich schon immer so vor mich hingeschrieben“, erzählt die 25-Jährige. Vor drei Jahren hat sie dann den Entschluss gefasst: „Jetzt will ich wirklich ein Buch schreiben. Bevor ich das erst mache, wenn ich 100 bin.“ Im Rahmen des National Novel Writing Month – einem Projekt, bei dem Schriftsteller weltweit versuchen, innerhalb des Monats November einen Roman mit mindestens 50000 Wörtern zu verfassen – begann sie 2012 mit der Grobfassung für „Gekoffert und verschleppt“. Zu der Zeit hatte sie gerade ihre Ausbildung zur Sozialassistentin begonnen. Viel Zeit zum Schreiben blieb also nicht. „Ich habe dann einfach weniger geschlafen und mehr geschrieben“, erinnert sich Brenk.

Wie für ihren Protagonisten begann die Geschichte auch für sie mit einem Koffer. „Ich fand die Idee von einem magischen Koffer einfach unglaublich spannend. Darauf habe ich dann alles aufgebaut“, erklärt sie. So sei die Geschichte über Robert Julius Caillou entstanden, der gegen seinen Willen in eine Welt voller Trödeltraupen, Schlingspinnen und Hexennadeln verschleppt wird. Der sich unverzüglich mit seinem treuen Begleiter, über den die Autorin noch nicht mehr verraten will, auf den Weg zurück nach Hause macht. Und der dabei eine ganze Menge Abenteuer erlebt.

Einen Vertrag für ihre Geschichte fand Lisa Brenk, schneller als gedacht, durch einen Zufall: „Ich habe zufällig in der Kreiszeitung vom Wölfchenverlag gelesen, der hauptsächlich Jugend- und Fantasybücher verlegt. Das passte ja perfekt. Dann habe ich es da versucht, und es hat geklappt.“

Als „Fantasy-Jugendbuch ab 10 Jahren“ beschreibt sie „Gekoffert und verschleppt“. „Dabei habe ich es bis jetzt nur an Erwachsene verkauft“, gibt sie schmunzelnd zu. Schließlich war es auch ihre Mutter, die als Erste Korrektur gelesen hat. Brenk glaubt, dass ihr Buch in allen Altersgruppen Anklang finden kann. „Es ist eben keine Mainstream-Geschichte. Und ich glaube, ich habe es geschafft, eine Welt zu schaffen, in die man gerne abtaucht.“ Dabei helfen vor allem die fantasievollen Illustrationen, die von der Autorin selbst stammen.

Sicher ist, dass „Gekoffert und verschleppt“ nicht die letzte Geschichte ist, die Lisa Brenk erzählen möchte. „Schriftstellerin zu sein, ist einfach mein Traumberuf. Und ich habe noch eine ganze Kiste voller Ideen, die ich verschriftlichen will“, so Brenk. Die Verträge für zwei weitere Teile von „Gekoffert und verschleppt“ hat sie sogar schon. Bis die erscheinen, können sich ihre Leser die Zeit mit der Internetseite zum Buch mit Hintergrundinformationen und Quizzes vertreiben.

www.immerstadt.com

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