Letzte Runde für Wolfgang Spannhake

Barrier Schulhausmeister nimmt Abschied

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Wolfgang Spannhake deutet auf die Personal-Fotos der Barrier Grundschule. Sein Nachfolger Andreas Brüning hat dort schon seinen Platz eingenommen.

Barrien - Von Heiner Büntemeyer. Auch seinen letzten Arbeitstag beendete der Hausmeister der Grundschule Barrien, Wolfgang Spannhake, so, wie er es in den vergangenen 17 Jahren und zwei Monaten immer gemacht hatte: Er unternahm noch einmal einen Rundgang durch das Gebäude, prüfte die Anlagen und den Schulhof.

Natürlich begleiteten ihn am Sonnabend besondere Erinnerungen an seine Arbeit in der Grundschule, die nach den Sommerferien 2000 begonnen hatte. Damals hatte er zuvor einen Teil seines Jahresurlaubs geopfert, um sich von seinem Vorgänger Wolfgang Friedrich in die Arbeit einweisen zu lassen.

Spannhake war mehr als nur Hausmeister. Viele Kinder kamen mit ihren kleinen und größeren Sorgen zu ihm. Er half ihnen, tröstete sie, reparierte Fahrräder, sammelte vergessene Hefte, Bücher, Kleidungsstücke und Taschen zusammen.

„Insgesamt waren das wirklich schöne Jahre und eine Arbeit, die mir Spaß gemacht hat“, fasst er seine Eindrücke zusammen. Dabei bedauert er allerdings, dass ihm die Umbauarbeiten in den letzten zwei Jahren den Abschied erleichtert haben. Mit Beginn der Abrissarbeiten im Sommer 2016 endete die Idylle, denn auch in den bestehenden Gebäuden wurden Kabelschächte aufgerissen und mit großem Aufwand Schadstoffe bekämpft. „Eine kontinuierliche Arbeit war da kaum noch möglich“, bedauert er.

Ein anderes Problem, das in den ersten Jahren seiner Tätigkeit ganz massiv aufgetreten war, hat sich zum Glück mittlerweile erledigt: Die Jugendlichen, die jahrelang den Bereich um Schule und Kirche unsicher gemacht hatten, sind verschwunden. Damals war er auch dafür zuständig, nach jedem Wochenende Glasscherben aufzusammeln und Schmierereien zu beseitigen.

Stets begann sein Arbeitstag um 7 Uhr, auch in den Ferien. Die Ferientage waren sogar die arbeitsintensivsten Tage, denn dann wurden die Klassenräume aus- und nach der Grundreinigung wieder eingeräumt. Renovierungsarbeiten, die während der Schulzeit nicht möglich waren, wurden in die Ferien verlegt.

Mit Schulleitungen, dem Kollegium, den Sekretärinnen und den Reinigungskräften gab es nie Probleme. „Natürlich gab es mal Meinungsverschiedenheiten, aber laut ist es nie geworden“, berichtet er und fügt hinzu: „Was genervt hat, kam von außen.“

Seit dem 1. August begleitete ihn sein Nachfolger Andreas Brüning bei der Arbeit. Spannhakes Platz im Schaukasten hat Brüning schon eingenommen.

Keine Angst vorm „tiefen Loch“

Angst davor, in das berüchtigte „tiefe Loch“ zu fallen, hat Spannhake nicht. In Haus und Garten ist gerade in den letzten Jahren einiges liegen geblieben. Endlich bleibt auch wieder Zeit, um mit seiner Frau Renate Clubkonzerte im Aladin oder bei Meisenfrei zu besuchen oder wieder mal nach Wacken zu fahren, wo er früher oft zu Gast war.

Zu seinen vernachlässigten Hobbys gehört auch das Angeln, und dann ist da auch noch seine große Comic-Sammlung, die gepflegt und vervollständigt werden muss.

Bei seiner offiziellen Verabschiedung am Mittwoch dankte Bürgermeisterin Suse Laue ihm für die geleistete Arbeit und die große Unterstützung bei den Umbau-Arbeiten, und Petra Gehrke-Schmidt dankte ihm als Vertreterin des Personalrates für die hervorragende Zusammenarbeit. Und über einen Monitor flimmerten Fotos in einer Endlosschleife – als Erinnerung an Ereignisse aus mehr als 17 Jahren an der Grundschule Barrien.

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