Lesung von Starautor Bernhard Hennen ist der Höhepunkt bei den 19. „Namenlosen Tagen“ im Jugendzentrum

Syke erwartet ein fantastisches Wochenende

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Eine klassische Spielsituation bei den Namenlosen Tagen: Gemeinsam probieren die Besucher ein unbekanntes Spiel aus. Neuerscheinungen werden zum Teil von professionellen „Supportern“ der Spieleverlage erklärt. Archivfoto: Ehlers

Von Frank Jaursch. Das Orga-Team wird kleiner, die Ambitionen werden immer größer: Zu den mittlerweile 19. „Namenlosen Tagen“, dem 48-Stunden-Spiel-Event im Jugendzentrum am Lindhof, erhoffen sich die Macher am Wochenende mehr als 250 Gäste.

B. Hennen

Dass es ein fantastisches Wochenende wird, scheint schon mal sicher. Dafür sorgt – in doppeltem Wortsinn – der Stargast der Veranstaltung: Bernhard Hennen, Schöpfer der „Elfen“-Romanserie und im Fantasybereich derzeit bundesweit der zweiterfolgreichste Autor nach Wolfgang Hohlbein, liest am Samstag ab 18 Uhr aus seinem aktuellen Buch „Drachenelfen – Die letzten Eiskrieger“.

Für Matthias „Bullcathus“ Müller, Alexander „Mr. Misfit“ Lenz und Laura „Tante Laura“ Wohlfromm geht damit ein besonderer Wunsch in Erfüllung. Mit Hennen sei „eine richtige Hausnummer“ zu Gast in Syke, findet Lenz.

Die Lesung erfolgt in Kooperation mit der Stadtbibliothek – und mit der Buchhandlung Schüttert, die auch mit einem Büchertisch vor Ort sein wird. Fantasy liegt durchaus im Trend, meint Bibliotheks-Leiterin Jutta Behrens mit Blick auf die Ausleih-Zahlen. „Wir haben die Fantasy-Ecke gerade wieder noch vorne gezogen.“

Für diese Popularität sorgen TV-Erfolge wie „Game of Thrones“, die sich einer riesigen Fangemeinde erfreuen, ebenso wie die Werke von Hennen, dessen Schreibstil sich durch eine bunte Bildsprache ebenso auszeichnet wie durch einen feinen Humor.

Behrens freut sich über die frische Zusammenarbeit mit den „Namenlosen Tagen“. „Wir sind immer auf der Suche nach Kooperationen“, erklärt sie, „und jetzt kam sogar mal eine Anfrage von außen.“

Die Hennen-Lesung ist der Höhepunkt, aber bei Weitem nicht der einzige Grund für einen Besuch des Jugendhauses, das seit der ersten Ausgabe als vorbildlicher Austragungsort fungiert. Es gibt zahllose Spiele zu entdecken.

Ein Schwerpunkt liegt dabei sicher im Rollenspiel-Bereich. Aber auch Spiele wie Carcassonne, La Cosa Nostra, Camel Up oder Risiko wurden bei den vergangenen Ausgaben schon gesichtet.

Zu den weiteren Elementen zählen eine Tombola, an der alle Besucher automatisch durch ihre Eintrittskarte teilnehmen, die Lesung von Buchautor Mark Bredemeyer und der Besuch von Illustratorin Sabine Weiß. Wie in den vergangenen Jahren gibt es auch diesmal die Möglichkeit der Übernachtung im Jugendzentrum. Auch die Versorgung der Spieler ist gesichert – diesmal sogar auch mit einem veganen Chili- und Grillmeister.

Neu ist in diesem Jahr unter anderem der Shuttle-Service, der weit gereiste Gäste vom Bahnhof abholt und am Sonntag wieder zurückbringt – kostenlos.

Umsonst gibt es übrigens auch das außergewöhnliche Flair, das sich die Macher über die Jahre bewahrt haben – und was sie von vielen anderen derartigen Veranstaltungen im ganzen Bundesgebiet unterscheidet. „Wir wollen das ganz Normale außergewöhnlich gut machen“, erklärt Matthias Müller.

Die 19. Ausgabe der Namenlosen Tage beginnt am Freitag um 18 Uhr.

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