Hausaufgabenhilfe und Lesestübchen: Verein Intakt hat neue Angebote für Grundschulkinder

Lernen mit Spaß

Paula Witten und Heidi Plantör machen ab sofort Grundschulkindern Lern- und Leseangebote beim Verein Intakt an der Bahnhofstraße 17.
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Paula Witten und Heidi Plantör machen ab sofort Grundschulkindern Lern- und Leseangebote beim Verein Intakt an der Bahnhofstraße 17.

Syke – Der Name des Vereins Intakt ist Programm: Er steht für Integration durch Aktivität. Heidi Plantör gehört seit Langem schon zu den ehrenamtlichen Mitarbeitern. Vier Jahre hat sie beim Flüchtlingsprojekt „Sichtwechsel“ mitgearbeitet. Jetzt stellt sie ihr erstes eigenes Projekt vor.

Gemeinsam mit Paula Witten bietet sie ab sofort an der Bahnhofstraße 17 Lern- und Leseförderung für Grundschüler an. Konkret: Paula Witten gibt Hausaufgaben- und Nachhilfe in den Fächern Deutsch und Englisch. Heidi Plantör lädt ins Lesestübchen ein. Ein Mehrgenerationenprojekt, wenn man so will: Paula Witten ist 22 und studiert an der Bremer Uni. Heidi Plantör ist Lehrerin im Ruhestand.

In jeweils drei Zeitfenstern von je 45 Minuten – dienstags und mittwochs zwischen 14.15 und 16.15 Uhr – bietet Paula Witten Einzelbetreuung an. „Was das Kind gerade braucht“, sagt sie. „Für jedes Kind gibt es zunächst mal zehn Termine. Dann wird gemeinsam mit den Eltern entschieden: Bringt es was? Reicht es vielleicht sogar schon? Wenn dann der Wunsch besteht, machen wir weiter.“

Dass Kinder im Grundschulalter schon Nachhilfe brauchen, findet sie grundsätzlich nicht schlimm. „Manche Kinder brauchen einfach nur mehr Zeit.“

Heidi Plantör hat ihr Angebot „Lesestübchen“ genannt. Ihr geht es dabei darum, dass „Kinder die Freude am Lesen entdecken und weiterentwickeln“. Das soll in einer kleinen Gruppe von höchstens vier Kindern geschehen. „Sonst wird’s einfach zu viel.“ Nicht ihr, sondern für die Kinder. Denn je größer die Gruppe, desto eher geht der Fokus flöten.

Es ist eigentlich ganz einfach: Kinder lernen dann am leichtesten, wenn es ihnen Spaß macht. Deshalb will Heidi Plantör auch keine Lektüre vorgeben. „Die Kinder können lesen, was sie selber wollen“, sagt sie.

Mit dem Lesestübchen verfolgt die pensionierte Grundschullehrerin gleich mehrere Ziele. Zunächst mal die Vermittlung von Lesekompetenz. Daneben gibt es aber auch eine soziale Komponente: In der kleinen Gruppe sollen die Kinder idealerweise auch einen respektvollen Umgang miteinander sowie eine gepflegte Ausdrucksweise lernen.

Überhaupt steht die Erweiterung des Wortschatzes bei Heidi Plantör recht weit oben: „Man wundert sich, was alles nicht bekannt ist“, sagt sie. „Fragen Sie mal Kinder, was das Wort verblüfft bedeutet! In Märchen kommen viele Begriffe vor, die Kinder nicht mehr kennen. Tiernamen. Oder wenn’s ums Essen geht: Kohlrabi gibt’s nicht überall. Speziell Gefühle und Verben werden im Sprachgebrauch gar nicht mehr gepflegt.“ Und das ist laut Heidi Plantör keineswegs eine Beobachtung, die sich nur auf Kinder mit Migrationshintergrund beschränkt.

„Ich bin immer noch überzeugt, dass Lesen eine Kernkompetenz ist, die unabhängig und frei macht. Deshalb engagiere ich mich gerne dafür, diese Kompetenz zu entwickeln oder auszuweiten.“ Beide Angebote sind kostenlos.

Kontakt

0421 / 409 75 445
h-plantoer@t-online.de

Von Michael Walter

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