„Komischer Zuschnitt“

Lerchenfeld II in Syke: Bautätigkeit soll 2019 starten

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Wo sich derzeit noch Getreidefelder im Wind wiegen, soll in den kommenden Jahren das Neubaugebiet Lerchenfeld II entstehen.

Syke - Von Detlef Voges. Wo immer auch die römische Zahl I auftaucht, kommt die II oft hinterher. In Syke hat das gut 27 Jahre gedauert, dafür beschert es den Häuslebauern neuen Wohnraum. Das Projekt heißt „Lerchenfeld II“. Es soll realisiert werden auf einem 46.000 Quadratmeter großen Areal nördlich der Bassumer Landstraße und westlich der Straße „Auf der Höhe“. Im Norden schließt es an das bereits bestehende Wohngebiet „Lerchenfeld I“ an.

Das neue Plangebiet umfasst nur gut ein Drittel dieses ersten Projektes (143 .000 Quadratmeter), biete aber einen bunten Mix an Wohnmöglichkeiten von Einfamilien- bis Mehrfamilienhäusern, so Sykes Stadtplaner Wolfram Schneider. Der Fachmann geht davon aus, dass der Bebauungsplan für „Lerchenfeld II“ noch in diesem Jahr rechtskräftig wird und 2019 mit der Bautätigkeit begonnen werden könnte. Die verkehrliche Haupterschließung des Gebiets erfolgt über die Bassumer Landstraße zwischen den Häusern 28 und 24. Das Gelände erweitert sich nach oben hin, hat aber keine durchgehend geraden Ränder, sondern auch Einbuchtungen.

„Da müsste eigentlich jeder fündig werden“

„Es hat einen komischen Zuschnitt“, sagt Bauamtsleiter Hein Sievers und spricht von vielen Eigentümern. Manche hätten ihr Grundstück verkauft, andere nicht. Deshalb der etwas inhomogene Zuschnitt. Investor des Projekts „Lerchenfeld II“ ist die Parc Bauplanung GmbH in Hoya, Vermarkter Hartwig Seevers von der gleichnamigen Immobilien GmbH & Co. KG.

Vorgesehen sind nach Darstellung von Schneider Einfamilien-, Doppel- und Mehrfamilienhäuser. Die Hälfte des 4,6 Hektar großen Areals gehe in den freien Verkauf, die andere Hälfte erhalte eine Bauträgerbindung. Heißt: Wer dort baut, baut mit Parc Bauplanung, kann aber mit dem Investor individuelle Gestaltungswünsche abklären. „Da müsste eigentlich jeder fündig werden“, meint der Stadtplaner und verweist auf das breite Spektrum an Haustypen.

„Syker Politik ist weiterhin am Ball“

Einfach ist die Bebauung nicht, da das Areal eine starke Hanglage aufweist. Die großen Häuser, so Schneider, werden sich deshalb im unteren, flacheren Teil befinden. Die kleineren Häuser oben würden auch von der Geschosszahl und den Traufhöhen begrenzter ausfallen. Auflagen gibt es auch für die Stellplätze. Die Stadt plant ein festes Kontingent. Aufgrund der vorhandenen Topografie des Geländes ist ein Regenrückhaltebecken in der Sohle vorgesehen. „Wir werden in dem Wohngebiet auch eine Kindertagesstätte anbieten“, erklärt Hein Sievers.

Die Ausweisung des Baugebiets „Lerchenfeld II“ ist dem hohen Bedarf nach Wohnraum in Syke geschuldet. Intensive Nachfragen habe es laut Sievers auch von Investoren gegeben. Der Bauamtsleiter erinnert an von der Politik beschlossene Bauvorhaben an der Wiesenstraße, am Sündenberg und am Goldberg. 30 Grundstücke seien jetzt für den Goldberg auf dem Markt. „Die Syker Politik ist weiterhin am Ball“, so Sievers.

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