Außergewöhnliche Werke

Neue Aktion „Das besondere Buch“ in der Bibliothek Syke

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Klaus-Peter Mehnert hat im Lesesessel der „Das besondere Buch“-Ecke Platz genommen. Der Syker war der Ideengeber der neuen Abteilung. 

Syke - Von Frank Jaursch. Ein hellgrüner Sessel, eine Säule, zwei Bücher: Viel mehr braucht man nicht, um die Stadtbibliothek um eine ungewöhnliche Abteilung zu bereichern. Seit Kurzem steht das stille Ensemble nahe beim Eingangsbereich der Bibliothek.

„Das besondere Buch“ steht auf einem Info-Blatt, das den Hintergrund der Aktion schildert. Dabei geht es darum, außergewöhnliche Bücher zu präsentieren – Exemplare, die nicht im „normalen“ Bestand der Bücherei zu finden sind. Sei es, weil sie besonders aufwendig gestaltet sind – oder auch, weil sie ein außergewöhnliches Thema behandeln.

Den Auftakt machen zwei außergewöhnliche Bildbände. „Africa“ und „Genesis“ des brasilianischen Fotografen Sebastiao Salgado. Die kontrastreichen Schwarz-Weiß-Fotografien aus drei Jahrzehnten kommen im großen Format in ganzer Eindringlichkeit zur Geltung.

Die Bände stammen aus der privaten Bibliothek von Klaus-Peter Mehnert. Er ist Stammgast in der Stadtbibliothek. „Die sind richtig gut hier“, lobt er das Team, „aber die können natürlich nicht alles abdecken.“ Für die 50 Euro, die etwa jeder der Bildbände kosten würde, „kann man sich acht andere Bücher anschaffen“.

Mehnert selbst kam auf die Idee, das Angebot mit eigenen Büchern zu bereichern. Und begründet dies auf verblüffend plausible Weise. „Gute Sachen müssen unter die Leute kommen.“

Der Syker ist überzeugt, dass ein Buch an Wert gewinnt, wenn es von anderen gelesen wird. Er mag Lesespuren und sogar Notizen in den Büchern: Die könnten schließlich andere zum Denken anregen.

Im monatlichen Wechsel sollen nun Bücher aus unterschiedlichen Bereichen neue Akzente setzen. Mehnert und Bibliotheksleiterin Jutta Behrens hoffen auf weitere Besucher, die selbst ungewöhnliche Bücher zur Verfügung stellen. „Wahrscheinlich schlummern so viele tolle Buchschätze in privaten Bibliotheken, die der Öffentlichkeit bislang nicht zur Verfügung stehen“, ist er überzeugt. „Wir werfen hier einfach einen Schneeball in den Schnee und gucken, ob eine große Kugel draus wird.“ Und wenn sich kein weiterer Bibliotheksnutzer meldet? Mehnert lächelt. „Dann hätte ich erst mal genug für die nächsten 18 Monate.“

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