Ein Ergebnis: Bioeier schmecken nicht besser

Lehrer fördern Forscherdrang

Schüler der Haupt- und Realschule GTS 2001 präsentierten ihre Ergebniss des Wettbewerbs Jugend forscht: Michael Schmidt (v.l.) Marco Schulz, Bürgermeisterin Suse Laue, Genita Ahmetaj, Hilal Bozkurt, Werner Wordtmann und Jenny Flander. - Foto: Ehlers

Syke - Von Andree Wächter. Hühner, Zahlensysteme und ein Biomeiler waren die Themen beim Regionalwettbewerb von Jugend forscht. Fünf Schüler der GTS 2001 überzeugten die Jury. Im Rathaus beglückwünschte Bürgermeisterin Suse Laue die jungen Forschern zu ihren Ergebnissen. „Toll was ihr geleistet habt“, sagte die Rathauschefin.

Bei allen Projekten hatte Lehrer Werner Wordtmann seine Finger im Spiel. Er motivierte die Schüler, sich mit den Fragen auseinander zusetzen. In einer Mathevertretungsstunde sagte er zu Schüler Michael Schmidt: Er solle sich mit Mathe anfreunden. Hintergrund: „In der Grundschule habe ich nur Fünfen und Sechsen geschrieben“, sagte Michael. Den Lehrerrat befolgte er. In der siebten Klasse untersuchte der Schüler die verschiedenen Zahlensysteme. Neben dem Zehner-System, gewohnte Grundlage unserer Rechenarten, sind wohl noch die bekanntesten: Römische Zahlen oder die Binärzahlen. Mit letzteren werden Computer programmiert. Dazu produzierte Michael ein Video, in dem Menschen in ihrer Landessprache von eins bis zehn zählen.

Als Belohnung für diese Arbeit belegte er den zweiten Platz beim Regionalentscheid seiner Altersklasse. Positiver Nebeneffekt: Inzwischen hat sich auch seine Mathematiknote verbessert. Im Zeugnis stand jetzt eine Zwei, Tendenz zur Eins.

Marco Schulz wollte schon immer Hühner haben. Diesen Wunsch erfüllte er sich mit dem Forschungsprojekt „Mein eigener Hühnerhof“. Ziel der Untersuchung war es, herauszufinden, ob Bioeier besser schmecken als Nicht-Bioeier. Ergebnis: nein. „Wir vermuten, dass die Schüler, die am Test teilnahmen, keinen anderen Geschmack mehr kennen“, so Marcos Erklärung. Hinzu kam, dass seine Eier eine gelbliche Schale hatten, und so optisch nicht den gewohnten Eiern aus den Verkaufsregalen entsprachen.

Vorbereitet hatte Marco das Experiment im Garten seiner Eltern. Dort entstand ein Hühnerhof. Als Rassen wählte er beispielsweise Amrock und Zwerghühner. Neben dem Ess-Experiment fand er heraus, dass die Tiere von Dinosauriern abstammen. „Das sieht man am Skelett“, sagte Marco Schulz. Für seine Ergebnisse erhielt er den Preis der Handwerkskammer.

Der sogenannte Biomeiler (wir berichteten) ist das sichtbare Ergebnisse der Forschung von Jenny Flander, Genita Ahmetaj und Hilal Bozkurt. Platz vier in der Kategorie Chemie und ein Sonderpreis vom Umweltministerium waren der Lohn. „Im Bereich Chemie sind immer viele Teilnehmer. Rund 30 Gruppen hatten ihre arbeiten eingereicht“, sagte Wordtmann.

In dem Biomeiler verrotten Hackschnitzel und erzeugen so Wärme. Nach etwa anderthalb Jahren ist das Abfallprodukt ohne Nährstoffe, aber voller Bakterien. Diese Mikroben sind wichtig für den Boden. Inzwischen forschen auch andere Schüler an dem Meiler und haben die Möglichkeit, bei einem der kommenden Wettbewerbe von Jugend forscht teilzunehmen.

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