Lebendiger Adventskalender in Heiligenfelde macht seinem Namen alle Ehre

24 Türchen sind zu wenig

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Hufe auskratzen – dem Pony gefällt‘s.

Heiligenfelde - Von Detlef Voges. Ronja, Mary und Latino sind die Ruhe selbst. Sie lassen sich striegeln, streicheln, an der Leine führen und haben auch nichts gegen Gäste auf ihren breiten Rücken einzuwenden. Von der Geduld der drei Ponys profitierten am Sonnabend in der Heiligenfelder Reithalle sieben Kinder. Die Vier- bis Sechsjährigen beteiligten sich am lebendigen Adventskalender der Heiligenfelder Kirchengemeinde. Eingeladen hatte diesmal der Reitverein Heiligenfelde.

Der lebendige Adventskalender ist nach wie vor etwas Besonderes in Heiligenfelde. Er macht seinem Namen auch nach fast 20 Jahren immer noch alle Ehre und ist attraktiv geblieben. Kaum verwunderlich, stecken doch hinter keinem Türchen klassische Dinge wie Schokolade oder ähnliche Leckereien.

Er hat auch nicht nur 24 Türchen, in diesem Jahr sind es 34. „Sonst kriegen wir die Kinder ja gar nicht unter“, sagt Hannelore Helms. Seit 15 Jahren organisiert sie den lebendigen Kalender und stellt den Kontakt zu den mitmachenden Privatleuten oder Vereinen her. „Kein Kind weiß vorher, was sich hinter den Türchen verbirgt, das ist das Schöne“, erklärt Hannelore Helms. Die Kinder geben an, wie alt sie sind und an welchem Tag sie dabei sein wollen. Alles andere regelt Fortuna.

Für Leni (6), Lynn (4), Malin (5) und Freunde öffnete sich am Sonnabend die Tür zum Reitverein. Dort erwarteten sie Ina Thalmann, Sport- und Jugendwartin des Vereins, die zwei Betreuerinnen Malin Ritter (17) und Pia Wieck (16) sowie die drei Ponys Ronja, Latino und Mary.

Vor dem Vergnügen kam die Arbeit. Die kleinen Gäste lernten, wie man die Ponys für das Reiten vorbereitet. Putzen und Striegeln stand zuerst an. „Schaut: Die Haare beim Pferd wachsen von vorn nach hinten. So müsst ihr auch mit der Bürste striegeln“, erklärte Malin Ritter. Ina Thalmann und Pia Wieck halfen noch beim Auskratzen der Hufe. Dann wurden das Zaumzeug an- und die Sättel aufgelegt und ab ging es in die 20 mal 45 Meter große Halle, wo die Kinder auf den Ponys reiten durften.

Die Beziehung zwischen dem Reitverein und dem Heiligenfelder Nachwuchs scheint eng zu sein. Der Verein gibt für Kinder ab fünf Jahren von Montag bis Sonnabend Unterricht auf Ponys. „Wir haben zurzeit 40 Kids, und der Zulauf boomt“, sagt Ina Thalmann. Sie freut sich schon über das nächste Adventskalendertürchen, das der Reitverein aufmacht: Am 19. Dezember – dann für die Kinder ab sieben Jahren.

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