Von Baklava bis Bratkartoffeln

Lavanta: Neues Bistro im Knusperhaus am Mühlendamm in Syke

Betreiberin Begüm Önal und ihr Papa Ismail Kumtepe haben noch alle Hände voll zu tun: Samstag eröffnet im Knusperhaus am Mühlendamm das Bistro Lavanta.
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Betreiberin Begüm Önal und ihr Papa Ismail Kumtepe haben noch alle Hände voll zu tun: Samstag eröffnet im Knusperhaus am Mühlendamm das Bistro Lavanta.

Mehr als eineinhalb Jahre lang stand das Knusperhaus am Mühlendamm leer. Aber die Zeit des Wartens ist vorbei: Am Samstag öffnet das Café und Bistro Lavanta erstmals seine Türen. Wir haben mit Gastronomin Begüm Önal gesprochen.

Syke – Hätte man Begüm Önal vor einem Jahr gefragt, womit sie in Zukunft Brot und Butter verdienen würde, hätte sie vermutlich geantwortet: Irgendwo in einem Büro. Da hätte sie sich noch nicht träumen lassen, dass sie mit gerade mal 25 Jahren selbstständige Unternehmerin sein würde. Aber es ist so. Begüm Önal ist die Betreiberin des Bistros Lavanta im Knusperhaus am Mühlendamm.

Samstag ist die Eröffnung.

Erst im Sommer hatte sich überhaupt diese Perspektive eröffnet. „Der Vermieter ist ein Freund unserer Familie“, erzählt Begüm Önal. Das ist der aus Seckenhausen stammende Unternehmer Ernst Stratmeyer. Nachdem Heiligabend 2019 die Fleischerei Stoffregen ihren letzten Öffnungstag im Knusperhaus hatte, hat er das Gebäude kernsanieren lassen. Einen Nachnutzer hatte er damals noch nicht, aber den erklärten Willen: Es sollte wieder Gastronomie im weitesten Sinne einziehen, und es sollte auch wieder einen Mittagstisch geben.“ Zwei bis drei Monate hatte Stratmeyer damals für die Übergangszeit kalkuliert (wir berichteten). Dann kam Corona und es wurden fast zwei Jahre daraus. Dafür bekommt er jetzt aber Gastronomie nicht im weitesten, sondern im engsten Sinn.

„Wir machen ein Café und Bistro mit Frühstück, Brunch, Mittagstisch, Kaffee und Kuchen, Snacks und Salaten“, zählt die Chefin auf. Grundsätzlich türkisch/anatolisch orientiert. Aber „türkisch oder deutsch – das kann man ja oft gar nicht mehr einordnen“, findet Begüm Önal.

Von Baklava bis Bratkartoffeln - aber keinen Döner

Der Blick auf die Speisekarte gibt ihr Recht: Im Grunde gibt’s da die gesamte Bandbreite von Baklava bis Bratkartoffeln. Zum Frühstück serviert sie zunächst mal Fladenbrot statt Brötchen. Aber wenn die Gäste lieber Brötchen möchten, wird sie auch die besorgen. Was es hingegen nicht geben wird, ist: „Döner! Aber auch keinen Schweinebraten. Dafür haben wir andere leckere Sachen.“

Begüm Önal ist ‘ne Syker Deern. In der Stadt aufgewachsen und zur Schule gegangen, nach dem Realschulabschluss folgten das Berufliche Gymnasium und das Fachabitur. Danach schloss sie noch eine Ausbildung zur Kauffrau im Büromanagement ab. „Und nebenbei habe ich noch eine kleine Tochter bekommen“, erzählt sie.

Das Bistro ist quasi über sie gekommen. Ende Juli war das, als die Familie mit Ernst Stratmeyer bei Kaffee und Kuchen zusammensaß. Er erzählte, was er mit dem Haus vorhatte und dass er einen Betreiber suchte. „Und dann hat er gefragt, ob wir das nicht machen wollen. Der Rest war dann eine Sache von einer Stunde.“

Ein kleines bisschen erschrocken über sich selbst ist Begüm Önal schon. In der Gastronomie hatte sie bisher lediglich in Nebenjobs gearbeitet. „Aber in leitender Funktion ist es jetzt das erste Mal. Ich finde das selber mutig“, sagt sie und lacht. Angst hat sie aber keine. „Meine Mama und meine Tante haben viele Jahre in der Gastronomieküche gearbeitet und sind jetzt bei mir. Mein Mann, meine Geschwister und meine Cousins helfen alle, wo sie können. Das ist sehr beruhigend.“

Testphase bis Jahresende

Und alles Andere wird sich einspielen, ist Begüm Önal zuversichtlich. Sie hat sich die Zeit bis Ende des Jahres als Testphase vorgenommen. Bis dahin ist das Lavanta sieben Tage die Woche von 7 bis 20 Uhr geöffnet. „Damit wir selber herausfinden, was am besten funktioniert.“ Danach wird Bilanz gezogen und gegebenenfalls das Angebot an die Nachfrage angepasst.

Von Michael Walter

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