Beschwerden per Telefon

Überschallflüge von Luftwaffe-Jets: Hotline bietet Hilfe und Infos

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Schäden durch Überschall-Flüge der Bundeswehr sind nach Einschätzung einer BAIUDBw-Sprecherin nahezu ausgeschlossen.

Erneut hat es im Landkreis Diepholz, Bremen und Umgebung einen lauten Knall gegeben. Zuletzt waren Eurofighter-Flüge für diese Erschütterungen verantwortlich.

  • Bundeswehr übt regelmäßig über Niedersachsen mit Eurofightern
  • Schäden durch Überschallflüge werden erstattet
  • Bürger können nach einem Knall Info-Hotline anrufen

Update, 10. Dezember: Überschallflüge der Bundeswehr über dem Bremer Umland sind zuletzt häufiger vorgekommen. Nicht zuletzt in Syke und Umgebung waren Jets vom Typ Eurofighter vielen Menschen aufgefallen. Um Fragen rund um die Flüge und dadurch entstehende Knalle schnell beantworten zu können, hat die Luftwaffe der Bundeswehr eine dauerhafte Info-Hotline eingerichtet.

Die für Bürgerinnen und Bürger kostenlose Telefonhotline wird vom Luftfahrtamt der Bundeswehr aus Köln-Wahn besetzt. Die Mitarbeiter nehmen unter anderem Meldungen über entstandene Schäden oder Beschwerden wegen Fluglärm entgegen. Die Nummer 0800/8620730 ist von Montag bis Donnerstag zwischen 8 und 17 Uhr erreichbar, freitags zwischen 8 und 12.30 Uhr.

Um helfen zu können, sind folgende Informationen wichtig:

  • Wer? – Name, Anschrift und Kontaktinformationen des Anrufenden
  • Was? – Was wurde beobachtet (z.B. Jet im Tiefflug, Helikopterlandung, etc.) und welche Frage gibt es zu der Beobachtung
  • Wann? – Datum und Uhrzeit
  • Wo? – Ort

Update, 9. Dezember: Ein lauter Knall war am Montagnachmittag gegen kurz nach 15 Uhr in Syke (Landkreis Diepholz) und umzu zu hören. Nach ersten Informationen handelte es sich dabei um einen Knall durch den Überschallflug eines Kampfflugzeugs. Zuletzt waren Flugzeuge des Typs Eurofighter für solche Knall-Ereignisse in Syke, Bremen und umzu verantwortlich.

Wie das Luftfahrtamt der Bundeswehr nach Auswertung der Radardaten bestätigt, entstand der laute Knall tatsächlich durch einen Überschallflug. „Bei dem gemeldeten Flugbetrieb handelte es sich um ein Kampfflugzeug der Bundeswehr vom Typ Eurofighter“, heißt es.

Eurofighter erzeugt Knall im Landkreis Diepholz

Der Eurofighter sei gegen kurz nach 15 Uhr etwa 18 Kilometer nordwestlich an Diepholz vorbeigeflogen. In einer Höhe von etwa 12.300 Metern erreichte der Jet eine Geschwindigkeit von fast 1.670 Stundenkilometern und durchbrach somit die Schallmauer. Übungen wie diese finden in regelmäßigen Abständen bei der Bundeswehr statt.

Thomas Gissing, Pressesprecher der Polizeiinspektion Diepholz, bestätigte kurz nach dem Knall am Telefon, dass er derzeit keine Informationen habe, dass es sich um etwas anderes gehandelt haben könnte. (ls)

Überschallflug im Landkreis Diepholz: Lauter Knall schreckt auf

Update, 19. Oktober: Nachdem am Mittwochmorgen ein Knall durch einen Überschallflug im Landkreis Diepholz zu hören war, hat sich jetzt auch das Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBw) auf Nachfrage der Kreiszeitung zu dem Thema geäußert.

So seien 2018 und 2019 bundesweit bislang 195 Schäden durch Luftfahrzeuge der Bundeswehr gemeldet worden. 129 davon durch Überflugschäden. In den meisten Fällen werde von Glasschäden wie zerstörten Fensterscheiben durch den Schallknall berichtet, so eine Sprecherin. Aber auch Schäden an Mauerwerk oder Putz würden gemeldet. 

Überschall-Knall über Syke, Bremen und umzu: Bundeswehr-Amt zahlt Schadensersatz

„Die Verursachung solcher Schäden durch einen Schallknall ist allerdings nahezu ausgeschlossen“, heißt es. Straßenverkehr und Türenschlagen hätten eine ähnliche Wirkung auf die Bausubstanz. Dennoch zahlte das BAIUDBw nach eigenen Angaben 2018 und 2019 bislang rund 160.000 Euro Schadensersatzkosten. Für einen schweren Flugunfall wurden sogar 800.000 Euro gezahlt.

Update, 18. Oktober: Drei heftige Knallgeräusche waren erneut im Landkreis Diepholz zu hören - zuletzt am Mittwoch um kurz nach 9 Uhr. Sogar aus Bremen gab es vereinzelt Personen, die den Knall bewusst wahrgenommen haben. Der Grund waren in diesem - wie in vielen anderen Fällen auch - Abfangübungen der Bundeswehr

Zuletzt waren zwei Eurofighter für einen lauten Knall im Landkreis Diepholz verantwortlich.

Rund 4,8 Kilometer südlich von Diepholz übertraten Kampfflugzeuge vom Typ Eurofighter in rund 12.300 Metern Höhe die Schallmauer. Wie das Luftfahrtamt der Bundeswehr auf Nachfrage mitteilt, haben sich die Piloten dabei an flugbetriebliche Bestimmungen gehalten. Der Luftraum war zu diesem Zeitpunkt für die zivile Nutzung gesperrt. Übertretungen der Schallgeschwindigkeit würden auf das „notwendige Maß“ reduziert, seien jedoch unverzichtbar für die Ausbildung, heißt es.

Düsenjets der Bundeswehr über ländlichen Regionen 

Für die Übungen wird primär der Luftraum über dünn besiedelten Gebieten und nicht etwa über Großstädten reserviert. Dennoch kann das Geräusch, das je nach Wetterlage noch in einer Entfernung von bis zu 80 Kilometern hörbar ist, auch dort bemerkbar sein.

Sollte es aufgrund der Knalle zu Beschädigungen an Häusern oder Einrichtungsgegenständen kommen, ist das Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBw) der richtige Ansprechpartner. Dort werden Anträge auf Entschädigung bearbeitet. (ls)

Update, 16. Oktober: Wieder hat es im Landkreis Diepholz laut geknallt. Der Knall war von Diepholz bis hoch nach Bremen zu hören. Kollegen berichten von wackelnden Fenstern. Und wieder war ein Manöver der Bundeswehr dafür verantwortlich.

Wie das Luftfahrtamt der Bundeswehr bestätigt, ist die Schallmauer etwa 4,8 Kilometer südlich von Diepholz in einer Höhe von 12.300 Meter durchbrochen worden. Bei dem Manöver handelte es sich um eine Abfangübung im Rahmen des Routinetrainingsflugbetriebs.

Zu einem lauten Knall kam es südöstlich von Bremerhaven in Niedersachsen. Ein Eurofighter aus Wittmund stieg auf, weil der Funkkontakt zu einem Airbus A330 abgebrochen war.

Lauter Knall in Syke und umzu: Eurofighter durchbrechen Schallmauer

Erstmeldung, 9. Oktober: Zwei Kampfflugzeuge der Bundeswehr vom Typ Eurofighter waren im zeitweise reservierten Luftraum „Tra Weser“ unterwegs. Dieser erstreckt sich über Teile Niedersachsens.  

„Um 9.16 Uhr wurde kurzzeitig Überschallgeschwindigkeit erreicht“, teilt Kai Stobbe, Sprecher des Luftfahrtamtes der Bundeswehr, auf Anfrage von kreiszeitung.de mit.

Die Kampfflugzeuge befanden sich zu diesem Zeitpunkt in Höhen von 11.580 bis 11.840 Metern über dem Grund und in einer Entfernung von etwa 35 Kilometern zu Bremen und etwa 20 Kilometern zu Diepholz.

Bereits im Mai war ein durch Kampfjets ausgelöster Knall in Syke und Umgebung zu hören. (mas)

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