Kurzweilige Comedy im Dreierpack

Auf Kreuzfahrt mit Udo Lindenberg

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Thorsten Bär als Traumschiff-Kapitän Udo Lindenberg.

Von Dagmar Voss. Bei einem Kontrastprogramm von Hitze und schrägen Moderationsansagen, urkomischen Comedians und auch sehr drolligen Anwesenden amüsierten sich am Freitagabend die Gäste in der Tanzschule Augustin. Bei der siebten Vorstellung von Comedy Club on tour, das Radio Bremen vier seit mehreren Jahren veranstaltet, waren größtenteils Fans und Kenner des Geschehens dabei.

Moderator Mario Roggow kündigte einen weiteren Saunaaufguss an („um acht Uhr ist Pinie dran“). Seine Kommentare über die Flyer mit dem Aufdruck „FKK“, die in der Tanzschule ausliegen, wurden noch getoppt von denen, die sich dafür angemeldet hatten. Die zwei Herren und zwei Damen – nicht miteinander verheiratet – sorgten für herrliche Verwechslungen und die Moderator-Bemerkung „Wer verarscht hier eigentlich wen?“. Letztlich klärte sich alles auf: FKK sind Ferien-Kurz-Kurse.

Richtig komisch wurde es bei Thorsten Bär und seinem Rap mit dem Publikum. Jeder sollte mit dem linken Arm winken wie die bekannte China-Katze. Dazu gab‘s seinen verrückten musikalischen Werder-Bremen- Beitrag „Ich bin der Skripniker“. Zum Brüllen komisch sein Rollenspiel auf einem Kreuzfahrtschiff, bei dem er als Stimmenimitator Udo Lindenberg als Kapitän gab, Passagiere und Mannschaftsmitglieder mit Berühmtheiten versah und einen Pirat mit Tim Mälzers Stimme sprechen ließ.

Comedian Henning Schmidtke brachte anfangs niemanden so recht zum Lachen mit seinen Witzen: „Was heißt ‚Eine Hand wäscht die andere’ auf Russisch? ‚Wladimir, so ich Dir.“ Bei seinen zynischen Philosophien über die Tyrannei großer schwarzer Wagen auf deutschen Autobahnen allerdings lachten die Zuhörer schon eher mit: „Je schwärzer der Lack, desto reicher der Sack.“

Und dann kam da noch der Halbitaliener – „von der Taille abwärts“ – Roberto Capitoni auf die heiße Bühne und quatschte seinem Publikum ein Ohr ab. Alles rund um die Familie, wie es sich gehört für einen Italiano, war sein Thema. Sein Vorschlag, dass es am besten sei, man suche sich einen 70-Jährigen als Familienvater, der müsse nachts eh viel raus, wurde mit Applaus angenommen. Jedenfalls bis zur Bemerkung, dass eventuell vielleicht doch beide, Baby und Vater gewickelt werden müssten. Für Capitonis Faible, nämlich rückwärts gedrehte Filme, fand er viele begeisterte Zuhörer. Schließlich schilderte er mit rasender Geschwindigkeit, wie so etwas aussehen könnte, wie sich bei „Titanic“ ein Happy End ergibt. Oder wie ein Aufeinandertreffen von Luis de Funès und Darth Vader aussehen könnte.

Bei soviel Spaß konnten die Gäste trotz der Brüllhitze auf dem Tanzboden gar nicht genug bekommen. Wer das auch mal erleben möchte, kann bereits Karten haben für den nächsten Comedy Club on tour am 2. Oktober in der Tanzschule.

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