EM-Arena am Hansa-Haus öffnet am Freitag: Public Viewing mit Stadion-Atmosphäre

Kunstrasen statt Strand

Malte Stoffregen zeigt ein Stück von dem Kunstrasen, der in der EM-Arena an der Herrlichkeit ab kommendem Freitag als Untergrund dient. - Foto: Husmann

Syke - Von Frank Jaursch. In drei Tagen beginnt die Fußball-Europameisterschaft. Schwarz-Rot-Gold hat Hochkonjunktur, die Vorfreude wächst ebenso wie die Hoffnung auf ein gutes Abschneiden des deutschen Teams. Auch bei Uwe und Malte Stoffregen. Denn die beiden Gastronomen wissen: Je weiter Jogis Jungs kommen, desto mehr Stimmung wird in ihrer EM-Arena an der B6 sein.

Zum insgesamt vierten Mal verwandelt sich der Platz zwischen dem Hansa-Haus und der Fahrschule Bergmann in eine besondere Fan-Arena. Auf einer Projektions-Scheibe von 2,30 mal 1,70 Metern können die Besucher per Beamer die Spiele der deutschen Mannschaft und alle Matches der K.-o-Runde verfolgen. Auch bei Sonnenschein und Wind gibt es den Durchblick – 15 000 Lumen sei Dank. 300 Besucher bringt Uwe Stoffregen spielend unter. „Und all das in schöner Stadion-Atmosphäre“, verspricht er

Dafür sorgt unter anderem der Untergrund: 300 Quadratmeter Kunstrasen werden in diesen Tagen verlegt. Und mit Hilfe der Flüssigkreide vom TuS soll ein kleiner Fußballplatz entstehen. Nicht zum Bolzen, natürlich. Sondern zum Mitfiebern. „Das macht zusammen in großer Runde doch auch viel mehr Spaß als alleine zu Hause vorm Fernseher.“

Noch vor zwei Jahren, beim WM-Coup der Deutschen in Brasilien, war Sand der Untergrund der Wahl gewesen. Aber der war im Laufe des Turniers kubikmeterweise im Hansa-Haus verteilt worden. In den Gängen, auf der Toilette – die Körner waren überall. Uwe Stoffregen grinst. „Ich kann keinen Sand mehr sehen.“

Stattdessen kam dem Gastronomie-Profi die Idee mit dem Kunstrasen. Darauf wird es reichlich Sitzmöglichkeiten geben: an Stehtischen, auf der beliebten Paletten-Tribüne oder an den Biergarten-Garnituren. Ganz wie im Stadion gibt es Bier und Wurst – und noch die eine oder andere Kleinigkeit mehr. Ein Teilbereich wird überdacht sein.

Auch in diesem Jahr ist das Hansa-Haus wieder auf die Kooperationsbereitschaft anderer angewiesen. Die Kreissparkasse stellt für die Dauer der EM den Bereich, der sonst als Zufahrt zum Parkplatz dient, zur Verfügung. Und die Stadt kann für die EM eine auf bis zu sieben Wochen befristete Sonderkonzession zum Betrieb einer solchen Einrichtung erteilen. Beides lief problemlos. „Das ist eine total entspannte, harmonische Zusammenarbeit“, lobt Uwe Stoffregen.

Je nach Resonanz und Wetter öffnet das Hansa-Haus seine EM-Arena möglicherweise auch in der Vorrunden-Phase am Freitag und Sonnabend – natürlich ist der Eintrit immer kostenlos.

Die Vorbereitungen sind abgeschlossen, jetzt kommt es nur noch auf Faktoren an, die nicht mehr in der Hand von Malte und Uwe Stoffregen liegen: Das Wetter. Die Technik. Und natürlich der Fußball des deutschen Teams.

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