Kunst-Leistungskurse stellen ab heute in der Kreissparkasse aus

„Können landesweit ganz gut mithalten“

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Arbeiten zu drei Themen zeigt die Ausstellung „ARTmosphäre“, die heute Abend in der Kreissparkasse am Mühlendamm eröffnet. Bis zum 3. März sind dort Werke aus den Kunst-Leistungskursen am Gymnasium zu sehen.

Syke - Von Michael Walter. „Kunst will gesehen werden“ – dieser Satz ist schon so oft bemüht worden, dass er praktisch zur Floskel verkommen ist. Das Gymnasium und die Kreissparkasse haben ihn jedoch zur Maxime erhoben, der sie sich verpflichtet fühlen. Seit mehr als einem Vierteljahrhundert.

Alle zwei Jahre gibt die Sparkasse den Schülern der Kunst-Leistungskurse ein Forum, um mit den Ergebnissen ihrer Arbeit aus dem „geschützten Raum Schule“ heraus in die Öffentlichkeit zu treten. Heute um 19.30 Uhr wird in der Kundenhalle die aktuelle Ausstellung unter dem Titel „ARTmosphäre“ eröffnet. Die Schüler führen ihre Besucher selbst in die Werke ein. Den musikalischen Rahmen gestaltet der Musik-Leistungskurs.

Über 60 Exponate von insgesamt 32 Schülern aus den Leistungskursen von Kerstin Luerßen und Matthias Radeck zeigt diese Ausstellung. „Das ist schon grenzwertig viel“, findet Radeck. „Mehr Hängefläche hätte uns die Sparkasse auch kaum zur Verfügung stellen können.“ Ziel war es, von ausnahmslos jedem Schüler dieser beiden Leistungskurse mindestens ein Werk auszustellen.

Die ausgewählten Bilder spiegeln die Arbeit der letzten drei Semester. Sie behandeln die Themen „Das Plakat im Spannungsfeld von Kunst und Massenmedien“, „Licht und Atmosphäre“ sowie „Mensch und Stadt“. Die Themen wurden vom Kultusministerium in Hannover vorgegeben. „Das hängt mit dem Zentralabitur zusammen“, erklärt Radeck. Zum besseren Verständnis für das Publikum sind die konkreten Aufgabenstellungen mit dargestellt, zu denen die Schüler arbeiten sollten.

Eine im Themenbereich „Mensch und Stadt“ lautete beispielsweise, eine dreiteilige Skizzenreihe über Assoziationen zu einem Gedicht anzufertigen. Eine andere, eine Collage herzustellen, die ein bestimmtes Gemälde und das Lied „Lass uns gehn“ von der Gruppe Revolverheld thematisiert. Textauszug: „Ich kann nicht mehr atmen, seh kaum noch den Himmel. Die Hochhäuser haben meine Seele verbaut.“

Und so sehen die Ergebnisse auch aus. Grau dominiert. Vereinzelte Farbtupfer setzen Akzente, etwa auf Reklametafeln oder Schilder. Der Blick verliert sich in Häuserschluchten, gigantische Betonburgen stürzen regelrecht auf den Betrachter ein.

Optisch quasi ein Gegengewicht bilden die Exponate zu den beiden anderen Themen: Plakate künden eine Burlesque-Revue an – farblich und stilistisch lassen unter anderem die Lithografien Toulouse-Lautrecs grüßen. Und noch kräftiger fallen die Werke zum Thema „Licht und Atmosphäre“ ins Auge.

Matthias Radeck ist mit gutem Grund stolz auf die Schüler. „Das ist allein handwerklich schon höchst beeindruckend“, sagt er mit einem Blick über die Exponate. Und künstlerisch kann es auch nicht so schlecht sein: „Einige Arbeiten hier sind Preisträger beim Landeswettbewerb Jugend Gestaltet. Im April werden sie im Kunstmuseum Celle ausgestellt.“ Für Radeck ein Beweis: „Mit dem, was wir bei uns machen, können wir landesweit ganz gut mithalten.“

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