Kundenzuwachs steigt in acht Wochen um 41 Prozent

Ansturm auf die AOK

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Andre Kerber und Frank Tecklenborg freuen sich über einen großen Andrang neuer Mitglieder. Allein in acht Wochen verbuchten sie ein Plus von 41 Prozent.

Syke - Von Anke Seidel. Nachdem zwei Drittel aller Krankenkassen zum Jahreswechsel ihren Zusatzbeitrag erhöht haben, erlebt die AOK offensichtlich einen regelrechten Ansturm: Laut AOK-Regionaldirektor Andre Kerber sind die vergangenen Wochen in dieser Hinsicht kaum zu überbieten: „Wir haben im Dezember und Januar eine Steigerung von neuen Kunden um 41 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum“, erklärte Kerber gestern im Regionalgespräch in Syke gemeinsam mit Pressesprecher Frank Tecklenborg.

Hauptgrund für die enorme Wechselbewegung zur AOK sind laut Kerber starke Mehrleistungen seiner Kasse – wie professionelle Zahnreinigung, Reiseschutz-Impfungen oder Verfahren wie Osteopathie, Homöopathie, alternative Arzneimittel der Anthroposophie und der Phytotherapie sowie andere Leistungen mehr.

Weil die Nachfrage zum Kassenwechsel so enorm groß ist, bietet die AOK am kommenden Sonnabend in ihren drei Servicezentren in Diepholz (Niedersachsenstraße 4), Sulingen (Lange Straße 10) und Syke (Nordstraße 3) von 10 bis 14 Uhr Sonderberatungstage für Berufstätige an.

Dabei ist der Zulauf neuer Mitglieder in der Region Mittelweser (Landkreise Diepholz, Verden und Osterholz) offenbar deutlich größer als landesweit. In Niedersachsen habe es im vergangenen Jahr ein Mitglieder-Plus von 1,43 Prozent bei der AOK gegeben, so Kerber und Tecklenborg. In der Mittelweser-Region waren es demnach 1,95 Prozent. Anders ausgedrückt: 2642 neue Versicherte nahm die AOK allein im Bereich Mittelweser auf. Besonders viele davon im südlichen Landkreis Diepholz, denn dort betrug das Mitglieder-Plus sage und schreibe 1870, während es im nördlichen Landkreis Diepholz 442 neue Versicherte waren.

Unter dem Strich versorgt die AOK im südlichen Landkreis Diepholz 38657 Versicherte – deutlich mehr als das Doppelte der Einwohnerzahl der Stadt Diepholz (16533). Im Nordkreis Diepholz hat die AOK mit 36242 Menschen weniger Versicherte als im Südkreis.

Mehr als ein Drittel (37 Prozent) sind Arbeitnehmer, mehr als ein Viertel (26 Prozent) Familienversicherte. Rentner stellen ein knappes Viertel (24 Prozent) des Klientels.

Die Leistungsausgaben stiegen den Bilanzzahlen zufolge pro Kopf und Jahr um 5,7 Prozent. Im Schnitt betrugen die Ausgaben pro Versichertem 3070 Euro. Der Löwenanteil davon – sprich 1028 Euro – floss in die Krankenhausbehandlung, der zweithöchste Ausgabenbetrag (507 Euro) für Arzneien. Nur wenig geringer war mit 504 Euro pro Versichertem der Ausgabebetrag für die ärztliche Behandlung, gefolgt vom Krankengeld (369 Euro) und der zahnärztlichen Behandlung (126 Euro).

Die Netto-Verwaltungskosten betrugen pro Versichertem 154 Euro. Für Hilfsmittel zahlte die AOK umgerechnet pro Versichertem 104 Euro und für Heilmittel 80 Euro. Die Einnahmen lagen der Bilanz zufolge bei 3110 Euro pro Versichertem – und damit 40 Euro über den Ausgaben.

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