Ehrung für Artisten

Franzen und Marcello Monaco nehmen den Kulturpreis entgegen

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Große Freude über den Kulturpreis: (v.l.) Sparkassendirektor und Gastgeber Günter Günnemann, Laudator Landrat a. D. Gerd Stötzel, die Preisträger Marcello Monaco und Daniela Franzen mit Landrat Cord Bockhop.

Syke - Von Anke Seidel. Es war eine Hommage an die Leichtigkeit des Seins und eine fantasievolle Einladung, über (Un-)Möglichkeiten des Lebens zu staunen: Atemberaubende Akrobatik, zauberhafte Pantomime und zarte Musik setzten Freitagabend außergewöhnliche Akzente bei der Kulturpreis-Verleihung des Landkreises Diepholz. Daniela Franzen und Marcello Monaco nahmen die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung in der Kreissparkasse Syke entgegen – sichtlich bewegt, und das im Wortsinn.

Denn die Artisten aus Groß Henstedt bei Bassum schienen die Schwerkraft einmal mehr außer Kraft gesetzt zu haben. Sie bedankten sich akrobatisch für den Preis, den ihnen Landrat Cord Bockhop gemeinsam mit Edith Heckmann als Vorsitzende des Kulturbeirates verliehen hatte – unter anhaltendem Beifall des Publikums und nach der Laudatio von Landrat a. D. Gerd Stötzel. Mit den Worten „Chapeau – Respekt!“ zollte er den beiden Künstlern seine Anerkennung für die vielfältigen Projekte voller Fantasie und Esprit, mit denen Daniela Franzen und Marcello Monaco Menschen immer wieder begeistern – Jahr für Jahr auch bei der Piazzetta, dem Straßenkunst-Festival in Bassum. 

Stötzel spürte den Wurzeln (Koblenz und Bari in Apulien) sowie dem besonderen Lebensweg des deutsch-italienischen Paares nach und bescheinigte ihm „außergewöhnliches Engagement, außergewöhnliche Ideen und außergewöhnliche Freunde“. In dem Wissen, dass nur wenige Künstler mit ihrem Können tatsächlich ihren Lebensunterhalt bestreiten können, fügte Stötzel hinzu: „Als Künstler ist die Altersversorgung ein Kunststück.“

Tango, Dorf-Krimi, Hundedressur oder der Traumbau zu Babel – das große künstlerische Spektrum des Paares hatte zuvor ein Film von Ralf Schauwacker gezeigt. Einfühlsam umrahmten Juan Maria Solare (Piano) und Gert Gondosch (Geige) die Feierstunde, in der sich niemand verbiegen musste – außer der Akrobatin Lena Ries, deren Darbietung sämtliche anatomischen Grenzen des Menschen außer Kraft zu setzen schien.

Chapeau-Kino präsentierte schließlich „Disguido“, der das Publikum schon zuvor – so wie das „Trio Mio“ und die Reifen-Akrobatin Tina Badenhop – gefesselt hatte: Einen Tisch mit den menschlichen Beinen einer unsichtbaren Akrobatin schob er vor sich her und sorgte für ungläubiges Staunen in der Eingangshalle der Kreissparkasse.

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