Syker Bildhauer Louis Niebuhr schenkt dem Vorwerk sieben seiner Skulpturen

Ein künstlerischer Querschnitt

Sind kräftig am Packen: Nils-Arne Kässens und Heinz Brinkmann räumen die Skulpturen von Louis Niebuhr aus der zu Ende gegangenen Ausstellung „Einschnitt Querschnitt“ ein. Sieben von ihnen bleiben dem Vorwerk gleich erhalten. - Foto: Heinfried Husmann

Syke - Von Tobias Kortas. Umzugskartons, Transportboxen und dazwischen jede Menge Skulpturen: Im Vorwerk wird gerade kräftig umgeräumt. Am Sonntag endete dort die Ausstellung „Einschnitt Querschnitt“ des Syker Künstlers Louis Niebuhr mit Skulpturen, Fotos und Fotograttagen. Doch sieben Werke des bekannten Bildhauers bleiben dem Vorwerk gleich erhalten – für immer sozusagen. Niebuhr hat sie dem Vorwerk gestiftet.

Nils-Arne Kässens, künstlerischer Leiter beim Vorwerk, ist hochzufrieden. „Das ist die umfangreichste Schenkung überhaupt für uns und eine bedeutende Erweiterung unserer Sammlung“, meint Kässens. Sie umfasst die fünf Marmorarbeiten Violenza I, Violenza II, Wildwechsel, Stringendo II und Stonetimer sowie zwei Holzskulpturen mit dem Namen Traverse.

Kunstwerke überlässt Louis Niebuhr dem Vorwerk regelmäßig. „Wir haben im Jahr 2005 einen Schenkungsvertrag mit ihm und seiner Frau Beate Zitzlaff abgeschlossen. Laut diesem bekommen wir alle zwei Jahre drei Werke von ihm“, erklärt Kässens. Somit ist das Vorwerk bereits im Besitz von 18 Werken des Bildhauers. Die jetzige Schenkung ist da etwas Besonderes: Sie hat nichts mit dem Vertrag zu tun, sondern kommt außerordentlich zustande. „Ich bin gegen Ende der Ausstellung auf ihn zugegangen und habe ihn danach gefragt. Er musste nicht lange überlegen“, so Kässens.

Für Louis Niebuhr hat das Jahr 2016 indes einen besonderen Stellenwert: Im Februar wurde er 80 Jahre alt, was das Vorwerk zum Anlass nahm, mit der zu Ende gegangenen Ausstellung einen breiten Querschnitt aus den Arbeiten Niebuhrs zu zeigen. Der Erfolg konnte sich sehen lassen. „Wir hatten an 25 Öffnungstagen 1200 Besucher, die auch von überregional, bis München, gekommen sind“, erzählt Kässens.

Niebuhr gehe es bei der Aufbewahrung seiner Arbeiten im Vorwerk darum, sein Werk zu erhalten. „Das hat den Vorteil, dass so ein Querschnitt vom Schaffen des Künstlers rekonstruiert werden kann“, meint Heinz Brinkmann von der gemeinnützigen Stiftung der Kreissparkasse (Träger des Vorwerks). Die aktuelle Schenkung gibt der Sammlung, in der bisher frühere Arbeiten zu finden waren, mit Werken von Anfang der 80er-Jahre bis zum Jahr 2012 eine höhere Epochenspannbreite.

Das Vorwerk hat mit einem Kutscherhaus übrigens ein eigenes Gebäude für die Sammlung. Kässens: „Dort wird die Luftfeuchtigkeit regelmäßig kontrolliert und die Temperatur reguliert.“ Schließlich müsse man gewährleisten, dass an den Kunstwerken nichts passiert. Neben den Skulpturen von Niebuhr lagert das Vorwerk dort auch 60 Bilder des Diepholzer Malers Hans-Albert Walter (1925 bis 2005).

Die Werke kramt das Vorwerk ab und an für Ausstellungen hervor. „Man erweckt das Interesse am besten, indem man periodisch Ausstellungen macht, weiß Kässens.

Das Vorwerk sowie Niebuhr und seine Frau haben bereits vorgesorgt: Neben dem Schenkungsvertrag gibt es einen Vertrag über den künstlerischen Nachlass des Syker Bildhauers.

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