Wachendorfer Trödelmarkt am Wochenende / Brass Band zurück in der Spur

Kuddelmuddel Nummer 20 – und kein Ende in Sicht

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Entspanntes Flanieren, vorbei an allerlei Krimskrams und so manchem Schmuckstückchen: Das ist der Kuddelmuddel-Markt in Wachendorf. Am Sonntag lädt der Bürgerverein zur mittlerweile 20. Ausgabe ein. 

Wachendorf - Von Frank Jaursch. „Eigentlich zählen wir ja nicht“, grinst Manfred Rinas. Dann aber weist der Vorsitzende des Bürgervereins Wachendorf doch auf die Besonderheit des bevorstehenden Kuddelmuddel-Marktes hin: „Es wird der 20. Markt.“ Am Sonntag dreht sich rund um Wachendorf wieder alles um den außergewöhnlichen Trödelmarkt mit Rahmenprogramm.

Vor sechs Jahren haben die Organisatoren die Herbst-Ausgabe des Marktes als „kleinen Bruder“ des großen Kuddelmuddelmarktes im Frühling installiert. Wettermäßig mussten Anbieter und Besucher in der Vergangenheit so einiges schlucken: „Die letzten beiden Male sind wir im Herbst ganz schön abgesoffen“, erzählt Rinas.

Es spricht für das Angebot, dass sich der Markt dennoch längst seine Fanbase erarbeitet hat. „Wir haben jede Menge Stammgäste“, weiß Marktmeister Hans-Hermann Lindhorst. Die ersten Schnäppchenjäger werden sich wie jedes Jahr schon um 7  Uhr in die Reihe der Verkäufer einsortieren, die um dieser Zeit ihre Stände auf der großen Festwiese beim Dorfgemeinschaftshaus aufbauen.

Für die „normalen“ Besucher beginnt der Markt gegen 9  Uhr mit dem Frühstücksbuffet. An den Ständen erwartet sie eine mitunter wilde Mischung aus Kunsthandwerk und Nippes, Dachbodenfunden und Liebhaberobjekten.

Ohne Bratwurst geht es nicht

Natürlich gibt es auch Bratwurst, Eis und kalte Getränke. Kreismuseums-Bäckerin Jutta Radeke ist wie gewohnt im Einsatz, für die kleinsten Besucher ist ein Kinderhort mit professioneller Betreuung eingerichtet. Der Erlös der Veranstaltung soll wieder zur Realisierung von Wachendorfer Projekten beitragen: Die Dorfchronik soll wegen großer Nachfrage eine Neuauflage erleben, zudem ist fürs kommende Jahr erstmals ein Wachendorfer Kalender geplant.

Die Teilnahme am Frühlingsfest in Syke war der erste Auftritt der Brass Band Wachendorf nach langer „Abstinenz“.

Am frühen Nachmittag geht das Frühstück quasi nahtlos ins Kaffeetrinken über: Die Brass Band sorgt für ein üppiges Kuchenbuffet – und, viel wichtiger, für den musikalischen Rahmen. Und das ist alles andere als eine Selbstverständlichkeit.

Die Formation hat eine lange Zeit ohne Auftritte hinter sich. Leiter Matthias von Rüsten spricht von „Schaffenspause“, „Findungsphase“ und „Umstrukturierungen“. Die Umstellung von Spielmannszug- auf Konzertflöten habe sich doch schwieriger gestaltet als gedacht, räumt er ein. Es sei zwischendurch durchaus mal „ein bisschen zäh“ gelaufen.

Märsche und Polkas im Hintergrund

Mit der neuen Instrumentierung geht auch eine modernere musikalische Ausrichtung einher: „Die Märsche und Polkas wandern etwas in den Hintergrund.“ Stattdessen ist neben klassischen und Folklore-Stücken eben auch mal Pop oder Swing zu hören.

Beim Frühlingsfest in Syke hatte die Band den ersten Auftritt nach einem Jahr. „Jetzt wissen wir, warum wir es gemacht haben“, fast von Rüsten die Reaktionen auf dass neue Profil zusammen. „Die Leute haben Bock auf die Musik.“

Am Sonntag spielt die Brass Band ab 14 Uhr in mehreren kleineren Runden über den Nachmittag verteilt. Ihr Auftritt dürfte ein guter Grund mehr sein, sich auf den Weg nach Wachendorf zu machen – auch wenn's vielleicht den einen oder anderen Schauer gibt.

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