Neujahrsempfang in Neubruchhausen

Kreissportbund fordert Anhebung der Fördermittel

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Der Vorsitzende des Kreissportbunds, Peter Schnabel (rechts) beim Neujahrsempfang mit (v.l.) Uwe Drecktrah, Heide-Anna Friedrichs, Karl-Heinz Timmermann, Meta Timmermann und Werner Eilers. 

Landkreis - Von Heiner Büntemeier. Beim Neujahrsempfang des Kreissportbunds (KSB) Diepholz am Sonntagvormittag hat der Vorsitzender Peter Schnabel an die Landespolitik appelliert, die Sportfördermittel wieder zu erhöhen. Vor 15 Jahren seien diese erheblich gesenkt worden. „Ich denke, es ist an der Zeit, sie wieder anzuheben“, forderte er.

Der Zeitpunkt sei günstig, weil das Sportförderungskonzept gleich im ersten Quartal dieses Jahres in Hannover verhandelt werde.

Zu dem Neujahrsempfang hatte der Kreissportbund alle verantwortlichen und ehemaligen Vorstands- und Hauptausschuss-Mitglieder ins Gasthaus „Zur Post“ in Neubruchhausen eingeladen.

In seiner Neujahrsansprache betonte Schnabel die Bedeutung des Sports, dessen soziale Komponente inzwischen unverzichtbar sei. Bereitstellung und Unterhaltung von Sportstätten sei daher eine wichtige Aufgabe der Kommunen. Schnabel dankte der Avacon, die Maßnahmen zur Energieeinsparung finanziell gefördert hat, zumal der Kreissportbund 2017 erstmals nicht alle Anträge auf Bezuschussung durch den Landessportbund in Höhe von 30 Prozent erfüllen konnte.

„Kompetente Zentrale des Sports“

Schnabel bezeichnete Karl-Heinz Timmermann als „Giganten des Sports“ und erinnerte an dessen vielfältige Aufgaben im TSV Leeste, im Weyher Gemeindesportring, im Kreissportbund und ganz besonders im Bereich der Sportabzeichenaktionen. Auf Kreis- und Landesebene sei Timmermann bereits mit allen Ehrungen ausgezeichnet worden, er habe das Bundesverdienstkreuz und zuletzt die sehr selten vergebene Niedersächsische Sportmedaille erhalten. Als Ausdruck besonderer Wertschätzung überreichte der KSB-Vorsitzende Meta und Karl-Heinz Timmermann einen Präsentkorb.

Schnabel berichtete, dass der langjährige Leiter der KSB-Geschäftsstelle Werner Eilers am 30. April in den Ruhestand geht. Sein Nachfolger wird ab dem 1. März Uwe Drecktrah. Eilers habe im Jahre 2000 die Geschäftsführung zunächst ein Jahr lang ehrenamtlich erledigt und die Geschäftsstelle anschließend zu einer „kompetenten Zentrale des Sports“ geformt.

Landkreis will Vereinsstrukturen stärken

Außerdem stellte Schnabel die neu eingestellte „Verantwortungsbürgerin“ Heide-Anna Friedrichs vor. Ihre Aufgabe ist es, die Integration junger Menschen mit Migrationshintergrund, unbegleiteter Jugendlicher und sonstiger sozial benachteiligter junger Menschen zu fördern.

Die anwesenden Gäste wüssten, welche Bedeutung der Sport im Verein hat, meinte Landrat Cord Bockhop. Im gemeinsamen Miteinander könnten soziale Kontakte „in echt analog“ geknüpft werden. Der Landkreis sei bestrebt, diese in den Vereinen vorhandenen Strukturen zu stärken.

Bei der Datenerhebung für das neu entstehende Sportentwicklungskonzept der Stadt Bassum sei ihm bewusst geworden, wie stark verwurzelt die Sportvereine in der Bevölkerung sind, erklärte Bassums Bürgermeister Christian Porsch als Sprecher der Bürgermeister-Konferenz. Sportvereine verfügten über hohe Sozialkompetenz, dort lernten junge Menschen nicht nur zu siegen, sondern auch mit Niederlagen umzugehen. Die Kommunen müssten die Vereine bei dieser Aufgabe auch durch Bereitstellung von Sportstätten fördern. „Bitte bleiben Sie am Ball, unterstützen Sie Ihre Kommune mit Ihren Kompetenzen“, bat er.

Für den musikalischen Rahmen der Feier sorgte die Music Company des TuS Syke unter Leitung von Sabine Rosenbrock.

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