Kreismusikschule bietet Kindern wieder die Möglichkeit, sich an verschiedenen Musikinstrumenten zu versuchen

Lias‘ beeindruckende Begegnung mit dem Kontrabass

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Ganz schön groß: Lias (8) bei seinen ersten Versuchen mit dem Kontrabass.

Von Aline Knake. Die Sommerferien rücken immer näher. Für viele Kinder geht die Kindergartenzeit zu Ende, die Vorbereitungen für das erste Schuljahr laufen auf Hochtouren. Das bedeutet nicht nur: Ranzen und Bücher besorgen und eine Schultüte basteln. Oft beschäftigen sich Eltern zum Schuleintritt ihres Sprösslings zum ersten Mal mit der Frage: Soll mein Kind ein Instrument lernen? Und wenn ja, welches?

In der Kreismusikschule in Syke werden fast 20 verschiedene Instrumente, vom Akkordeon bis zur Violine, angeboten. Und während die meisten Vorschulkinder schon einmal eine Blockflöte in der Hand gehalten haben, können sich wohl die wenigsten vorstellen, wie man eigentlich einen Kontrabass spielt.

Am Sonntag konnten Kinder und ihre Eltern in den Räumen der Kreismusikschule zwei Stunden lang Instrumente ausprobieren, Lehrkräfte kennenlernen und sich beraten lassen.

Zu Beginn des Info-Tags zeigen Schüler aus dem Grundschulbereich im Rahmen des jährlichen Kinderkonzerts, was sie bereits können – und wie viel Spaß es machen kann, ein Instrument zu spielen. So wird im Publikum fröhlich mitgesummt und geklatscht, als die Kinder „Eine Insel mit zwei Bergen“ auf der Gitarre oder „If you happy and you know it, clap your hand“ auf der Querflöte zum Besten geben.

Die Kinder der Musikalischen Früherziehung hatten Lieder vorbereitet, die sie, mit Rasseln und Trommeln begleiten. Schließlich müssen sogar die Zuschauer ihr musikalisches Talent beweisen: Begleitet von zwei Cello-Schülern, wird der Kanon „Bruder Jakob“ in drei Gruppen gesungen.

Im Anschluss an das Kinder-Konzert können sich die Besucher in den Räumen der Musikschule mit Unterstützung der Lehrkräfte selbst an den Instrumenten versuchen. Als Ansporn dürfen sich die Kinder für jedes ausprobierte Instrument eine Unterschrift geben lassen. Für drei Unterschriften gibt es einen Preis – ein Rassel-Ei, einen Anspitzer oder ein Kazoo.

Das wäre aber gar nicht nötig gewesen: So stellt sich ein Mädchen sogar schon ein zweites Mal für das Cello an. Einen Raum weiter gibt Hans Bernhard Brümmer-Dahmen ein kleines Privat-Konzert auf seinem Akkordeon. Dabei kommt er kaum gegen die E-Gitarre an, die im selben Raum getestet wird.

Bei Sabine Steinkühler, die den Kindern Cello und Kontrabass vorstellt, geht es ein bisschen besinnlicher zu. Jedoch nicht weniger eindrucksvoll: „Den Kontrabass muss ich mit dir zusammen festhalten, der ist nämlich ganz schön schwer“, erklärt sie dem achtjährigen Lias, der angesichts des großen Instruments ganz still wird.

Von gut 200 Besuchern ging Projektleiter Konrad Lagies aus. „Einige sind gekommen und wussten schon genau, welches Instrument sie ausprobieren wollen. Aber die meisten werden wahrscheinlich erstmal drüber schlafen“, erzählt Querflöten-Lehrerin Christiane Höltge. Manch einer scheint seine große Leidenschaft jedoch schon entdeckt zu haben.

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