Krasse Töne - krasse Bilder

Volles Haus beim Benefiz-Tag in Heiligenfelde für „Shepherd's Heart“

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Die Bigband des Gymnasiums setzte das Glanzlicht beim Benefiz-Tag in Heiligenfelde zugunsten der Organisation Shepherd's Heart in Ghana.

Heiligenfelde - Von Detlef Voges. „It’s a beautiful day“ – ein stimmiges Motto am Sonnabend im Heiligenfelder Dorfgemeinschaftshaus. Die Bigband des Gymnasiums intonierte das gleichnamige Lied von Michael Bublé und stieß damit schon nachmittags bei Kaffee und Kuchen das Tor auf zum Benefiz-Tag zugunsten das Projekts „Shepherd’s Heart“ in Ghana.

Nachmittags ein familiäres Benefizkonzert unter dem Motto „Bigband  4 Ghana“ und abends „Rock  4 Ghana“ mit Musik vom DJ. Diese Trennung hatte die gastgebende evangelische Kirchengemeinde bereits im vergangenen Jahr erstmals vollzogen – und das mit Erfolg.

Seit 2010 engagiert sich die Heiligenfelder Kirchengemeinde mit dem Rock-Event für Shepherd’s Heart. Das von Ghanaern ins Leben gerufene private christliche Projekt gibt Bedürftigen und Straßenkindern eine Chance auf Schulbildung und einen würdevollen Start ins Leben. Ein Leben, das sich in Ghana abseits der Vorstellungen der westlichen Zivilisation vollzieht. 

Davon konnten sich die Besucher im voll besetzten DGH überzeugen, hatte doch eine siebenköpfige Heiligenfelder Gruppe, darunter auch der ehemalige Pastor Georg Buisman, Shepherd’s Heart im September erst besucht. Der Bericht, besonders die Bilder und Filme, hinterließen beim Publikum Spuren. „Die Bilder sind echt krass“, meinte ein Besucher.

Erlös fließt in den Bau einer Schule

Die Gruppe hatte sich aufgemacht, um sich vor Ort ein Bild von den Lebensverhältnissen der Menschen zu machen und zu sehen, was aus den Spendengeldern geworden ist. Die Gruppe beschrieb ein Land voller Gegensätze: Auf der einen Seite Armut, Müll, Krankheit und Kriminalität, auf der anderen Seite Gastfreundschaft, Überlebenswillen und Freude.

Etwa am Fußballspiel – in Trikots, die durch das Rock 4 Ghana-Projekt finanziert worden sind. Die gegnerische Mannschaft spielte in grünen Hosen von Werder Bremen. Der Club hatte sie gespendet. Spielen dürfen übrigens nur die, die sich von Drogen und Alkohol lossagen. Eine erzieherische Messlatte, die Shepherd’s Heart setzt.

Ein anderer Fall: Eine Mutter, die mit ihren fünf Kindern auf der Straße lebt, darf in der Nacht im geschützten Eingangsbereich einer Schule übernachten. Ihre Kinder können zur Schule gehen. Shepherd’s Heart bezahlt Schulgeld, Kleidung und Unterrichtsmaterial. Die Einrichtung hat in den vergangenen sieben Jahren, in denen sich Heiligenfelde engagiert, Schulen und Kindergärten auch in entlegenen Teilen des Landes mitfinanziert.

Gelände in Accra gekauft

Mit der jüngsten Aktion betritt Shepherd’s Heart sogar Neuland. In der Hauptstadt Accra hat sie ein Gelände gekauft und will dort schrittweise eine Schule für Straßenkinder aufbauen. Schon mit geringen Geldbeträgen seien wichtige Schritte möglich, so Buisman.

„Mit dem Erlös des heutigen Tages können wir an der Schule mitbauen“, erklärte Pastorin Katja Hermsmeyer im Saal des DGH. Auf ihre Frage, was denn eigentlich die Ghanaer von Shepherd’s Heart in ihrem Tun antreibe, antwortete Buisman: „Der christliche Glaube ist ihr Motor.“

Für Jutta Röscher, die musikalische Leiterin der Big Band des Gymnasiums, war die Teilnahme an dieser Benefiz-Veranstaltung eine Selbstverständlichkeit. Auch die Schüler hätten sofort signalisiert: „Das machen wir.“

Musiker bringen Freude in den Saal

Und die jungen Musiker ließen von der ersten Note an keinen Zweifel an ihrer Message: Freude in den Saal zu bringen. Das 40-köpfige Orchester begeisterte mit Spielfreude und Können. Leo Kirchner, Joy Ewulu, Pia Somke, Clara-Sophie Glomb und Calvin Hogate brachten als Solisten ihre stimmlichen Qualitäten ein und sorgten für das Sahnehäubchen des Nachmittags. Das junge Team präsentierte eine attraktive Mischung aus Klassikern und aktuellen Songs und groovte durch die Musiklandschaft aus Rock, Funk, Soul, Latin und Swing.

Songs wie „Back to Black“ von Amy Winehouse, „Long Train Running” von den Doobie Brothers, der Swing-Oldie „All of me” von Gerald Marks, „Knock on Wood” von Amii Stewart oder „September” von Earth, Wind and Fire erfreuten das Publikum und stimmten manchen schon auf die Rock-Nacht ein.

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