Kreismuseum zeigt Ausstellung zur Geschichte der Gartenkultur im Mittelalter

Vom Kräuterbeet zum Statussymbol

Syke - „Gärten im Mittelalter“ heißt die Ausstellung, die das Kreismuseum ab sofort in seinem Foyer zeigt. Gestaltet und konzipiert hat sie Dr. Alice Selinger.

Verglichen mit der hoch entwickelten Gartenkultur der römischen Antike oder des islamischen Raums waren die Gärten des Mittelalters in Europa unspektakulär. Kenntnisse darüber haben wir vor allem aus Buchmalerei und Dichtung, denn in den Minneliedern und Heldensagen spielen Gärten oft eine bedeutende Rolle.

Ablagerungen aus Stadtgräben, Brunnen oder Kloaken sind zudem wertvolle Quellen, um Anbau oder Verzehr einzelner Pflanzen nachzuweisen.

Drei unterschiedliche Gartenwelten lassen sich im Mittelalter unterscheiden. Die Klostergärten der Mönche, die Burg- oder Lustgärten der höfischen Gesellschaft und die bürgerlichen Gärten, die ab dem Spätmittelalter dem Vorbild der aristokratischen Gärten nacheiferten

Die Klostergärten waren die ersten systematisch angelegten und geplanten Gärten des frühen Mittelalters. Sie dienten der Nahrungsversorgung der Klöster und waren mit ihren Heilpflanzen zugleich die mittelalterlichen Apotheken.

Die Burg- oder Lustgärten sind eine Erscheinung des Hochmittelalters im 12. und 13. Jahrhundert. Sie dienten zum ersten Mal der Erholung und Entspannung. Mit dem Aufblühen der Städte und des Handels entwickelten sich schließlich im Spätmittelalter die bürgerlichen Gärten.

Die Ausstellung zeigt außerdem viele Pflanzen, die in der christlichen Ikonografie eine Rolle spielten.

Rubriklistenbild: © dpa-tmn

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