Dorfgemeinschaft und Sportverein interessiert

Was wird aus dem Feuerwehrhaus Gessel?

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Die Ortsfeuerwehr Gessel-Leerßen zieht um – und das dann leerstehende Gerätehaus an der Feldstraße ist für mehrere Vereine Interessant. 

Gessel - Von Frank Jaursch. Die Fusion der Ortsfeuerwehren Gessel und Ristedt ist längst beschlossen, das neue Gerätehaus soll am Ristedter Kirchweg stehen. Das heißt: In absehbarer Zeit steht das derzeitige Gerätehaus der Ortswehr Gessel-Leerßen leer.

Was wird aus der Immobilie an der Feldstraße? Längst haben sich die Beteiligten darüber ihre Gedanken gemacht.

Nicht zuletzt die Positionierung des Gebäudes könnte dabei schon als Fingerzeig dienen: Die Ortsfeuerwehr hatte ihr Domizil zwischen Sportanlage und Kindergarten. Und es ist ein offenes Geheimnis, dass der FC Gessel-Leerßen mit seinem üppigen Kursangebot längst an seine räumlichen Grenzen gelangt ist.

„Wir platzen aus allen Nähten“, bestätigt Geschäftsführer Michael Leue. Da ist es eine im Wortsinn naheliegende Überlegung, sich als Sportverein über eine Erweiterung in Richtung Gerätehaus Gedanken zu machen.

Die Sportler sind allerdings nicht die einzigen, die sich eine Zukunft an dieser Stelle vorstellen können: Die Dorfgemeinschaft Gessel-Leerßen hat ebenfalls eine Fusion hinter sich und ist mit ihrer sehr aktiven Mitgliederschaft auf der Suche nach einem Treffpunkt.

„Das Feuerwehrgebäude könnte man wunderbar als Versammlungsraum nutzen“, findet auch Bürgermeisterin Suse Laue, die vom Interesse der Dorfgemeinschaft weiß. Sie sieht die Förderung der Dorfgemeinschaft als „ganz wichtig“ an.

Dorfgemeinschaftshaus ohne Gastronomie

Ein mögliches Dorfgemeinschaftshaus allerdings müsste auf jeden Fall ohne jede Gastronomie auskommen – man solle schließlich nicht in Konkurrenz zum nahe gelegenen Spreekenhoff treten.

Laue zeigt sich überzeugt davon, dass beide Vereine von dem dann leerstehenden Feuerwehrhaus profitieren können. „Da wäre eine Kooperation sicher möglich.“ Sie regte an, sich mit allen Beteiligten an einen Tisch zu setzen und sich auch über mögliche Zuschüsse bei einem eventuell erforderlichen Umbau zu unterhalten. „Ich glaube, da wird es keine Konflikte geben.“

Stichwort Konflikte: Könnte das Gebäude nicht auch für die „Gesseler Feldmäuse“ eine Hilfe darstellen? Der Betreuungsbedarf steigt auch in Syke von Jahr zu Jahr, und die Nähe zum bestehenden Kindergarten wäre doch durchaus verlockend. Oder?

Doch Laue winkt ab. Das Gebäude selbst ist für die Nutzung als Kindertagesstätte völlig ungeeignet, betont sie. Umbaumaßnahmen wären vermutlich teurer als ein Neubau. Umso interessanter erscheint für sie allerdings das große Grundstück hinter dem Gerätehaus. Das könnte „bei den Bedarfen, die wir haben“, noch zu einem hervorragenden Standort für einen Ausbau werden.

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