Posaunenchor Syke-Barrien 

Ein Konzertabend, an dem alles stimmt

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Viel Lob gab es im Anschluss an den Konzertabend in der Bartholomäuskirche für die Leistung des Posaunenchors Syke-Barrien.

Barrien - Von Dieter Niederheide. Höchsten Ansprüche hat am Samstagabend in der Bartholomäuskirche in Barrien der Posaunenchor Syke–Barrien mit seinem Bläserkonzert genügt. Nicht enden wollender Beifall aus der sehr gut besetzten Kirche unterstrich die Freude der Konzertbesucher darüber, ein herrliches, ja außergewöhnliches Bläserkonzert erlebt zu haben.

Dirigent Oscar Alemany-Lopez hatte seine Musiker gut vorbereitet und führte sie mit seinem konzentrierten Dirigat sicher über die Klippen, die einige der Werke ohne Zweifel in sich haben. Musikalisch interessant war der Bogen vom prallen Leben bis zu Tod und Trauer gespannt. Angesichts einiger junger Blasmusiker muss man sich um die Zukunft des Posaunenchores kaum Sorgen machen.

Der mittelalterliche Choral „Mitten wir im Leben sind vom Tod umfangen“ (Media vita in morte sumus), der 1524 von Martin Luther ins Deutsche übertragen wurde, bestimmte das Leitmotiv eines Konzerts, das mit einer Reihe von lebensbejahenden, modernen Melodien in den Mauern der alten Kirche keine trübselige Stimmung aufkommen ließ.

Zunächst aber rückte mit „Jerusalem, du hochgebaute Stadt“ ein geistliches lutherisches Lied in den Vordergrund, zu dem Johann Matthäus Franck die Melodie schrieb.

Nach diesem Werk wurde es richtig lebhaft. Dem nostalgischen „Memory“ aus dem Musical „Cats“ (Andrew Lloyd Webber) folgten schwungvolle Melodien wie „Raindrops“, eine Ballade aus dem Film „Zwei Banditen“.

Mit „Lady Madonna“ kamen die Beatles, und mit „Can you feel the love tonight” kam Elton John zu Gehör. Mit dem Walzer Nr.2 von Dmitri Schostakowitsch ließ der Posaunenchor den ersten Teil temperamentvoll ausklingen.

Nach Melodien wie „Black and White“ (Eric Mankell) oder „There is a Meeting“ ging das Ensemble ins musikalisch ernstere Programm über, zum Beispiel beim „Winter“ aus Antonio Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ oder dem „Christ ist erstanden“, ein österlicher Choral, der sein Fundament im 12. Jahrhundert haben soll. Eingeladen zum Singen waren die Konzertbesucher beim Choral „Bleib bei mir Herr“ (Text Henry Francis Lyle – Melodie William Henry Monk).

Nach Mozarts „Eine kleine Nachtmusik“ konnten die Musiker die Notenmappe aber noch nicht schließen. Eine ihrer Zugaben war das geistliche „Ich bete an die Macht der Liebe“.

Ganz wichtig an diesem Abend war die verständliche und aufgeschlossene Art, mit der Pfarrer i.R. Friedrich Strauß als Moderator die Konzertbesucher durch das Programm führte. Es stimmte an diesem Abend eben einfach alles.

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