Gregorianik meets Pop in Barrier Kirche

Eigenwillig und mystisch

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Die Gregorian Voices beeindruckten in der Barrier Kirche. 

Barrien - Von Dagmar Voss. Besinnlicher und begeisternder Hörgenuss bot sich in der gut besuchten Bartholomäuskirche am Samstagabend bei „Gregorianik meets Pop“. Das Konzert des Vokaloktetts „The Gregorian Voices“ erntete nach zwei Stunden ergreifenden Chorgesangs Jubelrufe und ein stehend applaudierendes Publikum.

Die acht bulgarischen Sänger der Gruppe mit ihrem Chorleiter Ivan Uzunov entführten die Zuhörer mit ihren beeindruckenden Stimmen in die Welt der klassischen gregorianischen Gesänge – und in eigenwillige Interpretationen aktueller Pop-Songs. In traditionellen Mönchskutten erzeugten sie eine mystische Atmosphäre, die das Publikum auf eine Zeitreise durch die Welt der geistlichen Musik des Mittelalters mitnahm; in eine Klangwelt ohne zeitliche, religiöse und sprachliche Grenzen. Das Konzert bot eine Mischung aus gregorianischen Chorälen und russisch-orthodoxer Kirchenmusik, polyphone Lieder und Madrigale der Renaissance und des Barock. Mit Stimmgewalt und vielen Solopassagen zeigte der Chor, wie Gregorianik heute klingen kann.

Einstimmige, meditative Liturgiegesänge der christlich-mittelalterlichen Mönchsorden in lateinischer Sprache standen im Mittelpunkt der ersten Sets. Den Auftakt machten die Sänger mit „Ave Maria“. Herrliche Soli von Tenor oder Bass wie bei „Adoro te devote“ oder „Orbis Factor“ verstärkten den Eindruck von genialer Intonation und außergewöhnlichen Stimmen.

Genauso begeisternd waren jedoch die so ganz anders als gewohnt klingenden Interpretationen von Popmusik. Etwa das „Sounds Of Silence“ von Simon and Garfunkel mit Gänsehautqualität. Oder das anrührende „Hallelujah“ von Leonard Cohen; das wunderbare Sting-Stück „Fields of Gold“ oder auch „Sailing“ von Rod Steward. Alle im Stil des gregorianischen Gesangs neu arrangiert.

Durch das Halbdunkel, in dem die Sänger auf eigenen Wunsch standen, gelang es, den Stimmen Ausdruck und Betonung zu verleihen. Eine Zuhörerin verlieh ihrer Begeisterung Ausdruck: „Wahnsinn, das klang, als ob da 20 Leute oder mehr sangen und nicht nur acht.“ Das belegten die Sänger dann mit drei eindrucksvollen Zugaben.

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