Konzert der Octavians in der St.-Bartholomäus-Kirche

Sangeskunst vom Feinsten

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Mal sanft, mal himmlisch, mal geheimnisvoll: Die Octavians zauberten unverwechselbare Klangfarben in die Kirche.

Barrien - Von Dagmar Voss. „Ein Hochgenuss, diese wunderbar klaren Stimmen“, freute sich eine Barrier Besucherin beim Konzert der Ocatvians. Das Vokalensemble, bestehend aus acht jungen Sängern – wie der Name schon vermuten lässt – gastierte am Samstagabend in der St.-Bartholomäus-Kirche und begeisterte das ausverkaufte Haus mit seinen Gesängen.

Die Sänger kündigten an, dass der Abend mit ihren Lieblingsliedern in drei Themenbereiche unterteilt sei, wobei in der ersten Hälfte eher Mystisch-Besinnliches zu Gehör gebracht werde sowie Musik zu Nächstenliebe.

Für das zweite Set kündigten sie musikalische Freigeister an, die eher der weltlichen Freude Ausdruck verliehen hätten. Also eine weihnachtlich angehauchte Gratwanderung zwischen geistlichem und weltlichem Liedgut.

Was dann folgte, war ein hervorragendes A-cappella-Erlebnis, wobei die Sänger mit professioneller Vielseitigkeit und stimmlicher Homogenität brillierten. Beeindruckend, wie Heiko Knopf, René Richter, Matthias Mäurer, Andreas Martin, Christian Gaida, Martin Kleekamp, Andreas Jäckel und Michael Ring unverwechselbare Klangfarben ins Kirchenschiff zauberten, dessen Spektrum vom höchsten Countertenor bis zum tiefsten Bass reichte.

Völlig ohne Elektronik nutzten sie die gute Akustik des Sakralbaus und schufen so einen gelungenen Abend mit herrlicher Klangentfaltung. Da wirkten selbst altbekannte Lieder wie „Es ist ein Ros entsprungen“, „Stille Nacht“ oder „Jingle Bells“ wie neu. Den Auftakt machten sie mit einem melodisch-sanften Händel-Stück, zu dem Philipp Lawson den Text „Joy to the World“ arrangiert hatte. Gefolgt von Liedern, durch die Jahrhunderte geschrieben wie das „In dulci jubilo“ oder „Machet die Tore weit“.

Ihre zentrale Botschaft für die Weihnachtszeit sah die Gruppe im zeitgenössischen „Es naht ein Licht“ von Lorenz Maierhofer. Dunkel-geheimnisvolle Klangfarben hingegen bei „Maria durch ein Dornwald ging“, in dem das Tenorsolo geradezu himmlisch klang.

Auch weitere exzellente Soli bewiesen, dass die acht jungen Herren im Frack auf eine intensive Ausbildung blicken. Langanhaltender Applaus, manchmal sogar Jubel und am Ende stehender Beifall sowie begeisterte Pfiffe belohnten diese unprätentiöse, aber geniale Vorstellung.

Dafür gab es dann noch drei Zugaben, unter anderem ein weiteres Klasse-Solo mit „Into the West“ aus der Filmmusik zu „Herr der Ringe“ und das „Seaside Rendezvous“ von Freddy Mercury. Da war für einen gut gelaunten Nachhauseweg auf alle Fälle gesorgt.

Die Octavians:

Die Octavians wurden 2006 von acht ehemaligen Mitgliedern des Knabenchores der Jenaer Philharmonie gegründet. In den neun Jahren ihres Bestehens haben sie stetig ihr Repertoire erweitert, mittlerweile interpretieren sie geistliche und weltliche A-cappella-Werke aus über acht Jahrhunderten par excellence.

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