Zweites Entenrennen auf der Hache

Komplim-Ente für die Macher

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Blick auf den Zielbereich: Hans-Olaf Schröder (Lions-Club) wirft die Siegerenten ans Ufer.

Syke - Von Frank Jaursch. „Boah, sind die schnell!“ Der kleine Steppke am Hacheufer kann kaum Schritt halten mit der Flut aus gelben Entenkörperchen. Die 2000 Gummitiere sind buchstäblich in ihrem Element. Auf dem Weg in Richtung Europagarten haben sie gleich mal richtig Fahrt aufgenommen. Eine von ihnen wird am Ende der rund 300 Meter langen Strecke als erste in der Entenfalle landen. Und 2000 Teilnehmer hoffen, dass es ihre Losnummer ist, die unter dem Siegerentenbürzel steht.

Es ist wieder Entenrennen in Syke: Viele Menschen sind in den vergangenen Wochen und Monaten aktiv geworden, um die zweite Ausgabe zu einem Erfolg werden zu lassen. Und auch an diesem Freitagabend treten die großen und kleinen Helferlein mehr oder weniger deutlich in Erscheinung.

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Das wird schon im Vorfeld der beiden Rennen deutlich: Während die großen, zum Teil prächtig geschmückten Sponsorenenten noch darauf warten, zu Wasser gelassen zu werden, kontrollieren Hein Sievers und Hans-Olaf Schröder im Zielbereich noch mal die „Entenfalle“. Die Ortsfeuerwehr Syke hat dieses raffinierte Drahtkonstrukt in die Hachefluten gebaut, damit am Ende, wenn es unter Umständen um Zentimeter geht, eine klare Entscheidung über den Sieg fällt – und damit um den Siegerpreis von 1000 Euro.

„Noch vier! Nur noch vier Enten!“ Michael Geuder vom Lions-Club ist zu diesem Zeitpunkt in seinem Element. Per Megafon animiert er die Besucher auf dem Platz vor der Buchhandlung Schüttert zum Kauf der letzten Lose.

2. Syker Entenrennen am Mühlenteich

Tatsächlich ist der Vorverkauf in den letzten beiden Tagen mit Wucht angezogen. Die mit Abstand meisten „Enten-Adoptionen“ fanden bei Schüttert statt. Die Lose fanden reißenden Absatz. „Es war sensationell“, berichtet Ina Schüttert. Viel Käuferlob gab es nicht nur für die liebevolle Aufmachung der Lose, sondern auch für die Idee, jedem Käufer ein Mini-Quietscheentchen mitzugeben.

Ein Blick in den Zielbereich: Der Sponsorenlauf ist dort schon nach gut drei Minuten vorbei: Thomas Pachalys stylishe Schnorchel-Ente lässt sich am gekonntesten treiben und macht das Rennen.

Am anderen Ende der Strecke wird das Hauptrennen vorbereitet. Kranführer Andreas Badula zieht den großen Sack mit den 2000 Enten in die Luft. Mittlerweile haben sich mehrere hundert Schaulustige eingefunden. Der Musikzug der Grafschaft Hoya spielt Van Halens „Jump!“ Der weiteren musikalischen Begleitung – der Bigband des Gymnasiums – haben die Organisatoren mit Blick auf drohenden Regen vorsichtshalber abgesagt.

Pünktlich um 19 Uhr werden die Enten zu Wasser gelassen. Und nehmen gleich Tempo auf. So manche Entenhoffnung endet frühzeitig im Gestrüpp der Uferpflanzen. Sabrina Hohnhorst, Astrid Heinrich und Kirsten Herrmann von der DLRG waten hinter dem Gummipulk her, befreien die Gestrandeten aus ihrer misslichen Lage. „Wir lassen keinen zurück“, grinst DLRG-Chef Stefan Sebode. Aber für die Geretteten sind die Siegchancen natürlich perdu.

Ganz vorne macht sich indes Ente Nummer 290 daran, durch Ausnutzen der richtigen Strömung alle anderen auf spektakuläre Weise auf den letzten Metern zu überholen. Auch für die „Paten“ der Nummern 1998 und 189, die die folgenden Plätze belegen, gibt es Grund zum Strahlen – die drei Erstplatzierten erhalten Bargeldpreise von 1000, 750 und 500 Euro.

Freuen können sich aber eigentlich alle: über ein gelungenes Event und über die Aussicht auf ein spektakuläres Piratenschiff auf dem Mühlenteich-Spielplatz. Rund 20.000 Euro, so erste Schätzungen, wurden mit dem Rennen eingenommen. Der Lions-Club jedenfalls nahm nach all den Plastik-Enten auch zahlreiche Komplim-Ente entgegen.

www.syker-entenrennen.de

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