Im Augenblick nur eine Perspektive von drei Schulleitern

„Gesundheitscampus Syke“ ersetzt den Leuchtturm

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Silvia Tannert (rechts) informierte die Mitglieder der Pflegekonferenz über die Arbeit im Kompetenzzentrum barrierefreies Wohnen, von der Senioren und ihre Angehörige profitieren. 

Syke - Von Anke Seidel. Es war ein Leuchtturmprojekt, das an kommunalen Kirchtürmen scheiterte: Das Kompetenzzentrum Gesundheit und Pflege ist bisher ein Traum geblieben, gesetzt ist – per Kampfabstimmung 2014 im Kreistag – der Standort Syke. Trotz steigenden Bedarfs an Pflegekräften wird die Realisierung dieses Zentrums mindestens noch drei Jahre ein Traum bleiben. Daran ließ der Sachstandsbericht gestern in der Pflegekonferenz keinen Zweifel.

Enttäuschte Gesichter, als Kreisrat Markus Pragal über die immer noch ausstehende gesetztliche Grundlage für die neue Ausbildung in der Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege berichtete. Das Gesetz werde nicht vor dem 1. Januar 2019 verabschiedet, erklärte Pragal.

Allerdings, so ließ Bernd Pache als Leiter der Alexianer-Krankenpflegeschule in Eydelstedt wissen, diskutiert er mit den Berufsschulleitern Birgitt Kathmann (BBZ Diepholz) und Horst Burghardt (BBS Syke) den „Gesundheitscampus Syke“ und erklärte: „Wir sind uns einig!“ Pache bestätigte, was Pragal bereits angekündigt hatte: 2018 soll die Krankenpflegeschule der Alexianer von Eydelstedt nach Syke ziehen. 

Ob in die BBS oder in die Hacheschule, darüber gibt es noch keine politischen Beschlüsse – aber den brennenden Wunsch, noch vor 2019 die Altenpflege-Ausbildung zu verstärken: in Syke. Deshalb, so Kreisrat Pragal, habe der Landkreis mit der Landesschulbehörde die Genehmigung einer Altenpflegeschule an der BBS erörtert. Ergebnis: „Ein solches Angebot nach altem Ausbildungsrecht ist nicht genehmigungsfähig.“ Möglich sei eine Kooperation mit der Altenpflegeschule Sulingen. In Syke könnte also allenfalls eine Außenstelle der zum BBZ Diepholz gehörenden Sulinger Schule entstehen. „Man muss schnell auf eine Arbeitsebene kommen“, forderte Brunhilde Ebenthal als Pflegedirektorin der Alexianer-Kliniken den Dialog mit den Ausbildungsbetrieben. „Wir sind dabei, eine Art Atlas zu erstellen“, berichtete Bernd Pache, „aber wir wissen noch nicht, wer nach dem neuen Gesetz ausbilden wird.“ Denn mit dem Gesetz ändere sich auch die Finanzierung.

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