Königliche Deutsche Legionäre nach 200 Jahren wieder in Syke

Lebendige Geschichte

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Beißender Qualm inklusive:90 Salutschüsse gaben die Soldaten-Darsteller am Denkmal des Schwarzen Herzogs ab.

Syke - Von Dieter Niederheide. Am 25. Januar 1816 rückten in Syke die Soldaten des 5. Linien Bataillon der Königlichen Deutschen Legion ein, um hier aufgelöst zu werden. Verbunden ist der Name als King‘s German Legion mit der Schlacht bei Waterloo gegen Napoleon (wir berichteten). Am Wochenende – genau 200 Jahre später – rückten rund 40 Soldaten der Königlichen Deutschen Legion wieder in Syke ein.

Quartier bezogen sie in der Pestinghauser PHL-Schützenhalle. Die historische Darstellungsgruppe King‘s German Legion des Vereins für europäische Kultur und Geschichte der napoleonischen Epoche war es, die in nachgeschneiderten Uniformen der Legionäre von damals mit nachgebauten Vorderladern die Ereignisse von 1816 nachspielte.

Die Soldaten waren seinerzeit von Paris über Osnabrück, Diepholz, Bahrenburg und Bassum nach Syke marschiert. Siegreich hatten sie gegen Napoleon gekämpft.

Der Syker Uwe Heusmann, Mitglied der Darstellungsgruppe, hatte die Veranstaltung organisiert. Er nahm dafür als Sergeant der Truppe die Anerkennung von Oberst Karl-Heinz Lange (70) entgegen. Im Mittelpunkt stand der Samstag mit dem Marsch von Pestinghausen nach Syke, wo sie am Ernst-Boden-Denkmal und am Denkmal des Schwarzen Herzogs je etwa 90 Salutschüsse aus den Vorderladern abfeuerten. Im Anschluss wurden Kränze niedergelegt.

Lange und Rainer Kasties (57), Archivar bei der Landeskirche in Hannover, ließen die Geschichte der King‘s German Legion Revue passieren. Dabei zitierte der Archivar aus Kirchenbüchern, dass sich nach der Auflösung in Syke Soldaten des Bataillons in Syke häuslich niederließen; mehrere von ihnen heirateten Syker Frauen.

Nach dem offiziellen Teil gab es für die „Königlichen“ im Kreismuseum ein Grünkohlessen. Danach war der Marsch zur Schützenhalle Pestinghausen angesagt. Gestern galt es dann, Abschied zu nehmen.

Die Darsteller in den roten, grünen und schwarzen Uniformen haben in Syke und Pestinghausen die Geschichte der Königlichen Deutschen Legion beeindruckend aufleben lassen und in Erinnerung gebracht. Im September soll es im Kreismuseum in Erinnerung an die Auflösung des Bataillons eine Veranstaltung geben.

Historisches Gedenken in Syke

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