Theatersanierung wird spürbar teurer

„Die kleine Elbphilharmonie“

Syke - Von Frank Jaursch. Die Sanierung des Syker Theaters kostet die Stadt mehr als ursprünglich veranschlagt. Auf der Ratssitzung informierte Erster Stadtrat Thomas Kuchem über das Ausmaß der Mehrkosten: Statt der zunächst im Raum stehenden Summe von 900.000 Euro liegt der Kostenanteil der Stadt nach der Endabrechnung bei etwa 1.059.000 Euro.

Dieses unerwünschte Plus hat zwei Gründe: Zum einen war es laut Landkreis zu einer „Diskrepanz“ zwischen der Kostenschätzung des Architekten und dem Ergebnis der Ausschreibung im Bereich Heizung/Lüftung/Sanitär gekommen.

Und zum anderen war der Bereich der Theatertechnik ausdrücklich von der Kostenteilung zwischen Stadt und Landkreis ausgenommen. Zwar konnte in Gesprächen der Betrag, den die Stadt allein zu tragen hatte, nahezu halbiert werden – dennoch hat Syke eine Summe von gut 58.000 Euro komplett zu tragen.

Diese Summe setzt sich unter anderem aus den Kosten für den abschließbaren Regieraum und für die Entrauchungsanlagen (für pyrotechnische Szenarien im Theaterbetrieb) zusammen.

Ulf Walek (Grüne) nannte das Theater angesichts der entstandenen Mehrkosten „die kleine Elbphilharmonie“ für Syke: „Ein Hammer. Was hätten wir nicht alles davon bezahlen können?!“

Karsten Bödeker (SPD) zeigte sich hingegen überzeugt, dass die Entscheidung für eine Theatersanierung trotz aller Widrigkeiten die richtige gewesen sei. Bödeker appellierte an die Verwaltung, den sanierten Bau so zu bewerben, dass „Agenturen Lust bekommen, das Theater zu mieten“.

Die Mehrausgaben treffen die Stadt weder unerwartet noch unvorbereitet: Bereits im Herbst des vergangenen Jahres hatten Stadtverwaltung und Politik auf ein warnendes Schreiben des Landkreises reagiert und einen weiteren Betrag von 150.000 Euro im Haushalt 2016 bereitgestellt.

Rubriklistenbild: © dpa

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