Zuschussbedarf liegt 2017 bei 5,9 Millionen Euro – und steigt weiter

Kita-Kosten fressen Stadt auf

Syke - Von Frank Jaursch. Alle versorgt: Auch im kommenden Kindergartenjahr kommt die Stadt Syke dem Anspruch auf einen Kindergartenplatz für jedes Kind nach. „Die Bescheide sind versandt“, erklärte Bürgermeisterin Suse Laue.

Darüber hinaus werden mehr als 50 Prozent aller Krippen-Kinder zwischen einem und drei Jahren betreut – so viele wie noch nie. Zum Vergleich: 2016 lag die Quote niedersachsenweit bei gut 28 Prozent.

Insgesamt, so Laue, befinden sich ab August mehr als 1200 Mädchen und Jungen in der Betreuung. Die Zahl der Kinder, die in den Genuss der städtischen Betreuung kommen, ist damit innerhalb von sieben Jahren um 300 gestiegen.

Um diesem enorm angestiegenen Bedarf zu begegnen, hat die Stadt vier neue Gruppen installiert: Im Wachendorfer Kindergarten Tom Sawyer wird eine neue Krippen-Gruppe eingerichtet – die erste überhaupt im Syker Süden. Und gleich drei neue Gruppen entstehen in der Nähe des Hallenbades. Dort sollen Mobilbauten aufgestellt werden.

Die steigende Nachfrage lässt die Stadtverwaltung mit gemischten Gefühlen zurück. Schließlich bedeute dies, dass viele Familien mit Kindern sich in Syke niedergelassen haben – „und genau das wünscht man sich ja auch“, sagt Laue.

19 neue Mitarbeiter fürs nächste Kita-Jahr

Andererseits ist der Kita-Bereich der größte Zuschussbereich überhaupt im Syker Haushalt. Die Kosten für die Kinderbetreuung in städtischen Einrichtungen stieg seit 2011 von 4,0 Millionen auf 8,1 Millionen Euro heute. Zwar wird ein Teil der Kosten durch Elternbeiträge und Zuweisungen aufgefangen, aber insgesamt schlagen die Kosten in diesem Jahr mit knapp 5,9 Millionen Euro zu Buche. Alle Jahre wieder ein Schlag ins Kontor, und ein Schlag, der immer härter wird.

„Die Kosten fressen uns ein bisschen auf“, betont Kämmerer Peter Pawlik. Nur die guten Steuereinnahmen der vergangenen Jahre haben den Syker Haushalt im Gleichgewicht halten können. „Aber wir haben ja noch ein paar Aufgaben mehr“, erklärt der Kämmerer.

Derzeit laufen die Personalgepräche, um auch genügend Mitarbeiter für die neuen Gruppen zu haben. Allein 19   (!) neue Mitarbeiter müssen für das kommende Kindergartenjahr eingestellt werden, so Laue. „Das macht natürlich eine Menge mit dem Haushalt.“

Die weiteren Aussichten sehen ähnlich aus: Immer mehr Familien geben ihren Nachwuchs schon früh in die städtische Betreuung. „2018 werden wir die Sechs-Millionen-Grenze eindeutig überschreiten“, sagt Laue. Und bis zum Jahr 2020, so schätzt Peter Pawlik, dürfte die Stadt jährlich zwischen 6,8 und 7,0 Millionen Euro draufzahlen.

Rubriklistenbild: © dpa

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