Fanny Lanfermann bleibt länger

Löwenherz nach Absprung des designierten Nachfolgers auf Geschäftsführer-Suche

Bleiben ein Team: Vorstandsvorsitzende Gaby Letzing (l.) und Geschäftsführerin Fanny Lanfermann vom Verein Kinderhospiz Löwenherz.
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Bleiben ein Team: Vorstandsvorsitzende Gaby Letzing (l.) und Geschäftsführerin Fanny Lanfermann vom Verein Kinderhospiz Löwenherz.

„Eigentlich war ich auf dem Weg zum Stubentiger. Jetzt ist die Löwin wieder erwacht“, lacht Fanny Lanfermann. Das hat einen Grund: Anders als geplant kann die 64-Jährige in Kürze nicht ihre Rente genießen, sondern bleibt an ihrem Schreibtisch. Die Geschäftsführerin des Vereins Kinderhospiz Löwenherz musste ihren Abschied überraschend verschieben, denn ihr Stellvertreter und designierter Nachfolger Wolfgang Vorwerk hat die Löwenherzen kurz entschlossen verlassen.

Syke – „Das hat uns eiskalt erwischt“, sagt Gaby Letzing, Vorstandsvorsitzende des Vereins und Geschäftsführerin des Kinder- und Jugendhospizes. Der Trägerverein hat inzwischen rund 2000 Mitglieder. Zu seinen Aufgaben gehört es, die Finanzierung der stationären und ambulanten Kinder- und Jugendhospizarbeit sicherzustellen.

400-Quadratmeter-Anbau in Syke geplant

Der designierte Geschäftsführer Wolfgang Vorwerk habe sich entschlossen, sich an anderer Stelle beruflich weiterzuentwickeln: „Wir sind dankbar für seine gute Arbeit in den vergangenen eineinhalb Jahren und wünschen ihm viel Erfolg auf seinem Weg“, stellen die Löwenherzen klar. Der Vorstand sucht bereits nach einer neuen, langfristigen Lösung: „Wir haben schon Ideen“, so Gaby Letzing.

Und nicht nur das. Sie haben auch Baupläne, die Löwenherzen: Das Vereinshaus an der Syker Plackenstraße soll um einen Anbau erweitert werden, um für die mittlerweile 50 Mitarbeiter angemessene Büroräume zu schaffen. Bisher umfasst das Vereinshaus rund 900 Quadratmeter Nutzfläche. Hinzu kommt nun ein rund 400 Quadratmeter großer Anbau. Um Platz dafür zu schaffen, wird der Parkplatz verlegt.

Großes Mittsommerfest bei Löwenherz muss ausfallen

Die Löwenherzen haben sich zu dem Bauprojekt entschlossen, weil das benachbarte Gästehaus mittlerweile als Bürobereich genutzt wird. Dafür seien die Räume nicht geeignet, so Fanny Lanfermann. Außerdem fehlt der Raum für die Unterbringung von Referenten, Mitarbeitern oder Eltern von außerhalb. Nach Fertigstellung des Anbaus soll das Gästehaus wieder ausschließlich in dieser Funktion genutzt werden.

Außerdem hätten die Löwenherzen gern wieder Besucher im Kinder- und Jugendhospiz an der Straße Siebenhäuser zum Mittsommerfest begrüßt. Doch diese für den 10. Juni geplante Großveranstaltung muss ausfallen. „Gern hätten wir die Gelegenheit genutzt, um interessierten Menschen das Haus, den Garten und unsere Arbeit vorzustellen“, so die Vorstandsvorsitzende. „Coronabedingt ist das leider immer noch nicht möglich“, bedauern die Löwenherzen. „Die Gesundheit unserer Gäste und aller Mitarbeitenden steht natürlich immer an erster Stelle“, sagt Gaby Letzing – und ist sich mit Fanny Lanfermann einig: „Wir hoffen jetzt auf den Löwenherz-Geburtstag am 18. September. Die Planungen dafür laufen – und natürlich spielt das Organisationsteam wieder verschiedene Szenarien durch, um ein buntes Fest trotz möglicher Vorgaben auf die Beine zu stellen.“ Zum Löwenherz-Geburtstag kamen in den vergangenen Jahren stets zwischen 2 000 und 3 000 Besucher.

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