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Jetzt kommen die Bagger

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Von: Michael Walter

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So soll der neue Kindergarten in Okel einmal aussehen. Auf der virtuellen Anliegerversammlung stellte die Stadtverwaltung am Montagabend diese ersten Skizzen vor. Screenshot: Michael Walter
So soll der neue Kindergarten in Okel einmal aussehen. Auf der virtuellen Anliegerversammlung stellte die Stadtverwaltung am Montagabend diese ersten Skizzen vor. Screenshot: Michael Walter © Walter, Michael

Kindergarten Okel: Nächste Woche beginnen die Erdarbeiten

Okel – Der Baubeginn für den neuen Okeler Kindergarten steht unmittelbar bevor: Schon kommende Woche kommen die Bagger und beginnen mit den Erdarbeiten.

Das erklärte Mario Kruse, Sachgebietsleiter „Hochbau“ bei der Stadtverwaltung, am Montagabend bei einer virtuellen Anliegerversammlung. Bis auf der Baustelle aber tatsächlich viel zu sehen ist, wird es noch eine ganze Weile länger dauern. Tatsächlich sind viele Details noch gar nicht geklärt. Kruse: „Wir kommen jetzt in die Phase, wo wir mit der Ausführungsplanung beginnen.“ Und rein formal ist der Bebauungsplan noch nicht mal beschlossen. Das soll der Rat der Stadt am 17. März tun.

Wie der neue Kindergarten auf dem Grundstück liegen wird, ist hingegen größtenteils schon klar. Die vorhandene Wohnbebauung an den angrenzenden Straßen Am Sandberg und Steinstücke gibt das ebenso vor wie die Trasse der unterirdischen Gas-Pipeline, die am Rand des Bauplatzes verläuft. „Die Lage des Gebäudekörpers ergibt sich daraus fast zwangsläufig“, so Kruse.

Der beauftragte Generalunternehmer möchte eine geschotterte Baustraße von der Straße Steinstücke aus als Zufahrt auf das Baugrundstück anlegen. Für Mario Kruse sei es eine Überlegung wert, diesen Schotterweg anschließend zu behalten. Der fertige Kindergarten hätte dadurch eine zweite Zufahrt. Auch der Okeler Ortsrat würde das begrüßen, erklärte Ortsbürgermeisterin Marlene Früchtenicht. Und Kruse spekulierte: „Der Unternehmer hätte sicher nichts dagegen. Er würde sich die Kosten für den Rückbau sparen.“

Die reguläre Zufahrt zum Kindergarten würde an der Straße Am Sandberg liegen, ziemlich genau auf der Höhe, an der die Straße jetzt einen rechtwinkligen Knick macht. „Der Parkplatz war nicht anders anzulegen“, erklärte Mario Kruse wieder aus den Geländegegebenheiten heraus. Überhaupt: Die Topografie ist nicht ganz einfach. Das Gelände ist im hinteren Teil spürbar abschüssig. Zwischen der nördlichen und südlichen Grundstücksgrenze beträgt der Höhenunterschied knapp zwei Meter. Es muss also jede Menge Erde bewegt werden, die aber nicht einfach abtransportiert werden, sondern auf dem Grundstück bleiben soll. Ein System von mehreren kleinen Terrassenstufen und ein Wall sollen da die Lösung bringen.

Die dreiteilige Hecke, die Stadtbiologin Angelika Hanel als Außenbegrenzung plant, rief erste argwöhnische Nachfragen seitens der Anwohner hervor: „Wird die dann auch gepflegt? Oder bleibt die sich selbst überlassen?“ Kruses Antwort dürfte da nur teilweise befriedigt haben: „Die Hecken gelten auch als Kompensationsflächen. Ich gehe deshalb davon aus, dass dort die Natur ihren Lauf nehmen darf.“

Die Fassade werde abwechselnd mit Stein- und Holzelementen aufgelockert, stellte Kruse anschließend dar. „Das fällt von den Kosten her kaum ins Gewicht, bringt aber optisch Abwechslung.“

Im Sommer 2023 soll der Kindergarten fertig sein.

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