Kindergarten an der Ferdinand-Salfer-Straße erst Ende November betriebsbereit

Von neuer Kita keine Spur

Syke - Von Michael Walter. Das Gras steht hoch zwischen dem Werkhof der GTS 2001 und dem Diakonie-Pflegedienst an der Ferdinand-Salfer-Straße. Eigentlich dürfte das nicht der Fall sein.

Denn auf diesem Grundstück wollte die Stadt während der Ferien Mobilbauten für einen zusätzlichen Kindergarten errichten. Und so hoch, dass man den nicht sehen könnte, ist das Gras nun wieder nicht.

Der neue Kindergarten ist schlicht noch nicht da, und bis er in Betrieb geht, ist schon fast wieder Weihnachten: Erst vorige Woche hat die Stadtverwaltung die Aufträge für den Bau vergeben. Die Firma, die den Zuschlag erhalten hat, sicherte der Stadt zu, die Mobilbauten bis zum 23. November betriebsbereit herzustellen. So bestätigt es Bürgermeisterin Suse Laue auf Nachfrage der Kreiszeitung.

Quer durch die Fraktionen im Syker Rat stößt die Verzögerung einigen sauer auf. Vor allem bei SPD und Grünen. Die hatten als Alternative zu Mobilcontainern die Unterbringung der Kita-Kinder in Räumen der GTS2001 bevorzugt. Diese Lösung hatte die Stadtverwaltung nach Rücksprache mit dem Kultusministerium als grundsätzlich nicht genehmigungsfähig verworfen und auf Beschluss der Container-Lösung gedrängt. Unter anderem mit dem Hinweis, zur Prüfung einer Ausnahmegenehmigung für die GTS-Lösung bleibe keine Zeit. Und so stimmte der Rat im Juni für den Bau der Mobilräume, zumal die Verwaltung versprochen hatte, die bis zum Ende der Schulferien zu errichten.

Was ist da schiefgelaufen? „Nichts“, sagt Bürgermeisterin Suse Laue. Sie verweist auf die erforderlichen Vorarbeiten, die zu leisten gewesen seien, bevor es an die Ausschreibung des Auftrags gehen konnte. „Dazu braucht man eine Planung und entsprechende Unterlagen, da muss man mal mit einem Ingenieur drübergehen“, so Laue. Ende Juli sei die Ausschreibung erfolgt. „Und ab dem Moment sind dann auch bestimmte Fristen einzuhalten.“

Im Rahmen einer außerplanmäßigen Sitzung des Verwaltungsausschusses sei dann am 27. August die Auftragsvergabe erfolgt, sagt die Bürgermeisterin. Den zugesicherten Termin für die Betriebsaufnahme – 23. November – findet sie „spät, aber noch im Rahmen. Wir haben ja eine Zwischenlösung gefunden.“

Die sieht so aus, dass alle Kinder, die in die Mobilbauten einziehen sollten, zunächst auf andere bereits vorhandene Einrichtungen aufgeteilt werden – bis zur maximal zulässigen Gruppenstärke. Darüber hinaus kann die Stadt im Henstedter Kindergarten eine kleine zweite Gruppe einrichten.

Für die Stadt nicht schön, aber auch nicht dramatisch, da es sich bei dem Kindergarten an der Ferdinand-Salfer-Straße ja um eine komplett neue Kita handeln würde. Es gibt also keine bestehenden Gruppen, die jetzt auseinander gerissen werde müssten. „Außerdem ist das eine vorläufige Regelung“, betont Laue. „Sobald der neue Kindergarten fertig ist, ziehen die Kinder dorthin um. Die Eltern sind alle informiert. Ärger hatten wir bis jetzt noch nicht.“

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