Kindergarten-Ausbau in Henstedt ermöglicht flexibles Reagieren auf Bedarf

Mehr Abenteuerland für rund 100000 Euro

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Rund 100000 Euro lässt sich die Stadt den Ausbau am Kindergarten Abenteuerland in Henstedt kosten.

Henstedt - Von Michael Walter. Hammerschläge schallen durch die Luft, ein Metallzaun grenzt den Garten ein, vor dem Nebenausgang liegt Bauholz, und immer mal wieder schmeißt ein Mann in schwarzer Kluft die Kettensäge an: Im Henstedter Kindergarten tut sich was.

Die Stadt lässt die Tagesstätte im Haus der ehemaligen Dorfschule umbauen. Wo bisher Platz für eine Gruppe mit 22 Kindern war, soll in Zukunft Platz für zwei Gruppen sein. Die Kita soll aber im nächsten Schuljahr weiterhin nur von einer Gruppe genutzt werden.

„Wir brauchen einen Puffer“, erklärt Erster Stadtrat Thomas Kuchem. „Den haben wir zurzeit nicht.“

Wie berichtet, platzen fast alle Kindergärten im Stadtgebiet aus allen Nähten. Politik und Verwaltung müssen kräftig investieren, um die Kapazitäten zum Sommer auszubauen und alle angemeldeten Kinder betreuen zu können. Und für die nächsten Jahre ist mit weiter steigenden Anmeldezahlen zu rechnen.

„In Henstedt ist von der Grundfläche her genügend Platz für eine zweite Kita-Gruppe vorhanden“, sagt Kuchem. „Das würde für uns eine höhere Flexibilität bedeuten. Erfahrungsgemäß kommen auch nach Ende der Anmeldeverfahren immer noch Nachzügler, die kurzfristig einen Kita-Platz brauchen. Durch Zuzüge, durch berufliche Veränderungen,… Wenn wir dann nicht reagieren können, bekommen wir ein Problem.“

Rund 100000 Euro lässt die Stadt sich den Ausbau kosten. Dabei wird zunächst der vorhandene Anbau verbreitert und der Raum darin neu aufgeteilt. Fast schon nebenbei gibt es neue Fenster, eine Akustikdecke, eine neue (energiesparende) Beleuchtung und – das erfordern die Bauvorschriften so – einen Notausgang zur Nordseite hin.

Auf Vorschriften ist auch zurückzuführen, dass die Stadt einen neuen Zugang zu den Toiletten bauen muss. Ortsbürgermeister Bernd Brümmer: „Man darf nicht durch den Gruppenraum zum WC gehen, haben sie uns aus Hannover mitgeteilt. Bei einem eingruppigen Kindergarten wäre das erlaubt. Bei einem zweiten Gruppenraum nicht mehr.“

Vom Umbau profitieren auch die Kita-Leitung und die Erzieherinnen. Denn durch die neue Raumaufteilung wandert auch das Büro von einem Ende des Gebäudes ans andere. Erzieherin Sarah Carpenedo findet das gut. „Man muss dann nicht mehr immer durch den Gruppenraum, wenn man mal ein Elterngespräch hat.“ Und auch grundsätzlich befürwortet sie den Ausbau. „Teilweise ist es hier doch recht eng. Jetzt wird alles etwas größer und freundlicher.“

Das Abenteuerland bleibt übrigens ein Halbtags-Kindergarten. Betreuungszeit ab Sommer: 8 bis 13 Uhr.

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