Keine Kompromisse

„Kanther Tischlerei Fenster und Türen“: Modernes Verwaltungsgebäude als Lebenstraum

Susanne und Frank Kanther im Rohbau ihres neuen Gebäudes. Foto: Jantje Ehlers
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Susanne und Frank Kanther im Rohbau ihres neuen Gebäudes.

„Das hier wird alles Glas.“ Frank Kanther steht im Rohbau und blickt an den Stahlträgern vorbei in Richtung Nordwohlder Straße. Längst zeichnet sich vor dem geistigen Auge des Syker Unternehmers ein genaues Bild dessen ab, was zuerst ein Traum war, dann zu einer Idee und später zu einem Plan wurde – und jetzt mitten in seiner Umsetzung steckt: ein modernes, innovatives Verwaltungsgebäude mit großzügigem Ausstellungsbereich.

Syke - Von Frank Jaursch. Vor einem Monat hat der 48-Jährige seiner Firma einen neuen Namen – seinen Namen – verpasst: Aus „Harjes Montagebau“ wurde „Kanther Tischlerei Fenster und Türen“. Ende Mai soll nun der nächste große Schritt folgen: Die Firma zieht um, vom alten Standort an der Carl-Zeiss-Straße in den Randbereich des Gewerbegebiets, direkt am Kreisel – dort, wo sich Borgwardstraße und Nordwohlder Straße treffen.

Susanne Kanther mag den Standort direkt am Eingangsportal ins Industriegebiet. „Wir wollen damit auch das Flair von Syke verändern“, sagt sie. Das neue Gebäude wird das Erste sein, was Autofahrer, die über die L 340 nach Syke kommen, von Syke zu sehen bekommen.

Eineinhalb-Millionen-Euro-Projekt

Die Ehefrau von Frank Kanther ist nicht zuletzt dafür zuständig, dass sich das Unternehmen gut präsentiert: Sie plant die Gestaltung des rund 1000 Quadratmeter großen Ausstellungsbereiches. Susanne Kanther teilt die Vorfreude ihres Mannes. Sie ist sicher: „Das wird ein modernes, innovatives Gebäude, das jeden anlockt.“

Tatsächlich hat sich Kanther dazu entschieden, bei dem Eineinhalb-Millionen-Euro-Projekt keine Kompromisse einzugehen. Das Gebäude soll energetisch nahezu vollständig autark sein. Es erzeugt seinen selbst genutzten Strom größtenteils selbst. Die großflächige Photovoltaikanlage auf dem Dach ist Ehrensache. Dieses Konzept hatte Kanther schon bei den benachbarten Gebäuden – der Logistikhalle und der Tischlerei – konsequent verfolgt.

„Der Kunde soll sehen, dass alles nachhaltig ist“

Frank Kanther bereitet technisch alles auf das Zeitalter der Elektromobilität vor. So verbaut er ein Infrarot-Heiz- und -Beleuchtungssystem und versieht alle Arbeitsplätze mit einer zentralen Belüftungs- und Klimaanlage. „Der Kunde soll sehen, dass alles nachhaltig ist“, sagt Susanne Kanther. Und kundenfreundlich – Gast-Wlan inklusive. Keine Kompromisse eben.

Dass Frank Kanther überhaupt seinen Lebenstraum umsetzt, verdankt er nicht zuletzt einer unschuldigen Nachfrage seiner Frau. Lächelnd erinnert er sich: An einem Sonntag im Januar 2018 habe sie ihn gefragt, wo er in zehn Jahren stehen, welche Wünsche und Träume er noch umsetzen wolle. Die Beantwortung dieser Frage brachte alles in Gang.

Zum Beispiel die Kontaktaufnahme mit den Nachbarn im Industriegebiet: Als Kanther bei Rutec Licht nachfragte, ob sie vielleicht Interesse am alten Harjes-Showroom an der Carl-Zeiss-Straße hätten, rannte er damit buchstäblich offene Türen ein. „Bis zur Einigung hat es gerade mal eine Woche gedauert.“

„Da sind viele Emotionen dabei“

So sehr sich Frank Kanther auch auf sein neues Firmendomizil freut: Sich von der „Keimzelle“ zu trennen, in der er sich von der „Meister-Eder-Bude“ zum renommierten Handwerksbetrieb entwickelte, fällt dem „Syker Jung“ nicht leicht. „Da sind viele Emotionen dabei“, räumt er ein.

Die Vorfreude auf den verwirklichten Traum dürfte aber dabei helfen, den Abschiedsschmerz zu überwinden. „Wir hoffen, Ende Mai ins Bürogebäude umziehen zu können“, sagt Kanther. Die Eröffnung der Ausstellung ist für Juli geplant.

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