Experte erklärt

Keine Angst vor dem Sommer: Tierische Strategien gegen Hitze

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Für Rehe sind die Morgenstunden die Zeit, um Flüssigkeit aufzunehmen: Die Tiere fressen taufeuchtes Gras und finden derzeit noch ausreichend natürliche Tränken, um Wasser zu schöpfen.

Syke - Von Heiner Büntemeyer. Gegenwärtig bereiten Trockenheit und Hitze nicht nur den Menschen Probleme. Wie das Wild mit extremen Witterungsbedingungen zurechtkommt, darüber redet Hans-Hinrich Haartje mit unserer Zeitung.

Wenn die Sonne vom Himmel brennt und die Luft vor Hitze flimmert, dann suchen nicht nur die schwitzenden Menschen ein schattiges Plätzchen und ein erfrischendes Getränk. Den Tieren ergeht es ebenso. Doch während Haustiere von Menschen gut versorgt werden, muss das Wild allein mit extremen Witterungsbedingungen fertig werden. 

„Das Wild hat damit kein Problem“, beruhigt Hanns-Hinrich Haartje. Die meisten Tiere verhalten sich ähnlich wie die Menschen: Sie suchen Schatten und ruhen bis zum Anbruch der Dämmerung, weil es dann etwas kühler wird.

Harte Winter sind schlimmer

Früh morgens streifen Rehe und Hasen durch das taufeuchte Gras, fressen davon, und den Hasen genügt die damit eingenommene Menge an Feuchtigkeit schon. Die Rehe finden darüber hinaus in ihrem Revier auch jetzt noch natürliche Tränken, wo sie Wasser „schöpfen“ können, wie der Waidmann sagt. Hirsche sind zurzeit besonders träge. Sie bewegen sich tagsüber kaum, fressen sich morgens voll und ruhen anschließend. Dadurch schöpfen sie Kraft für die im September beginnende Brunft.

Auch das Schwarzwild kommt mit der Witterung gut zurecht. Wildschweine finden auch bei extremer Trockenheit noch feuchte Stellen zum Suhlen, wo sie sich mit einer dicken Kruste aus Matsch bedecken, die sie vor Sonnenbrand, vor allem aber vor Parasiten schützt.

Das Federwild kennt Stellen im Revier, wo noch Wasser steht oder fließt. Oft reicht es den Vögeln aber auch, wenn sie morgens Tautropfen aufnehmen. Im Gegensatz zu Störchen, die ihre Jungen vor der Sonne schützen, indem sie sich mit ausgebreiteten Schwingen davor stellen und Schatten spenden, benötigen andere Jungvögel diesen Schutz nicht. Deren Nester sind zumeist in Baumkronen angelegt, wo das Laub für genügend Schatten sorgt und häufig noch ein leichter Wind weht.

Wild geht durch die Wärme nicht kaputt

Auch nicht ungewöhnlich ist der Anblick von Altvögeln, die mit aufgestelltem Gefieder auf Ästen und Pfählen hocken und sich den Wind durchs Gefieder wehen lassen. „Ganz im Gegensatz zu harten Wintern mit verkrusteter Schneedecke geht durch die gegenwärtige Hitze kein Wild kaputt“, beruhigt Haartje.

Rund 20 Jahre hat Hans-Hinrich Hanno in der Rolle des Hegeringleiters des Hegerings 2 der Jägerschaft Syke sein umfangreiches Wissen über das Leben der Wildtiere geteilt. Diese Position wird er in Zukunft nicht mehr bekleiden.

Der alte und der neue Vorstand des Hegeringes 2 Syke (v.l.): Ingvar Goldsche, Stefan Bruns, Bernd Nordmann, Dirk Schneidewind und Kersten Helms, der von Hans-Hinrich Haartje (rechts) den Vorsitz übernahm.

Auf der Jahreshauptversammlung hat Haartje kürzlich erklärt, nicht erneut zur Wahl zu stehen. Schriftführer und Kassenwart Dirk Schneidewind tat es ihm gleich. Aber es fand sich neues Personal für die Vorstandsarbeit. 

Der bisherige Chießobmann Kersten Helms ist neuer Vorsitzender. Henning Tasto als Schriftführer, Stefan Bruns als Schatzmeister und Ingvar Goldsche als Schießobmann vervollständigen den Vorstand. Aus dem vorherigen Vorstandsteams verbleibt einzig der stellvertretende Vorsitzende Bernd Nordmann im Amt. Der Vorsitzende der Jägerschaft Syke, Dr. Hans-Jürgen Hamann, bedankte sich bei Haartje und Schneidewind für die jahrelange ehrenamtliche Arbeit.

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