Arbeitsbündnis will neue Brücke schlagen

Kein junger Mensch soll verloren gehen

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Bündeln ihre Kräfte: (v.l.) Harald Glüsing, Landrat Cord Bockhop und Christoph Tietje. 

Syke - „Kein junger Mensch darf beim Übergang zwischen Schule und Ausbildung verloren gehen.“ Darin ist sich Landrat Cord Bockhop mit Christoph Tietje (Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Nienburg-Verden) und Harald Glüsing (Geschäftsführer des Jobcenters im Landkreis Diepholz) absolut einig. Deshalb haben sie das „Arbeitsbündnis Schule, Ausbildung und Beruf“ geschmiedet, das ausnahmslos allen Jugendlichen – egal ob bei Berufsorientierung oder Stärkung sozialer Kompetenzen – zur Seite stehen will.

Im Syker Kreishaus unterzeichneten die drei Partner gestern die Kooperationsvereinbarung. „Da geht was – ihr könnt motivierte junge Menschen bekommen“, so die Botschaft des Landrats an Betriebe, die händeringend Auszubildende suchen.

Klar ist: Das Thema Berufsorientierung ist nicht neu. Aber die Zusammenarbeit der drei Institutionen soll durch eine systematische, verbindliche und kontinuierliche Vernetzung effektive Strukturen erhalten. Am Übergang zwischen Schule und Beruf wollen die drei Partner eine lückenlose Informationskette knüpfen, die jeder Jugendliche individuell nutzen kann.

„Das ist wie in einem Haus mit ganz verschiedenen Türen, durch die ganz unterschiedliche Jugendliche kommen“, beschreibt es Harald Glüsing bildlich. Das Ziel: sie für „ihren“ Ausbildungsplatz zu beraten, zu stärken und bei Bedarf passgenau zu qualifizieren. Die Schulabsolventen von heute seien in 15 Jahren die „Träger der Wirtschaft“ , so Glüsing. Deshalb sei die passgenaue Begleitung enorm wichtig – gerade in einer sich verändernden Gesellschaft mit veränderten Wünschen wie Selbstverwirklichung im Beruf und Spaß an der Arbeit.

Fachkräfte am besten selbst ausbilden 

Christoph Tietje erinnerte an die unterschiedlichen Kompetenzen, die jeder Partner einbringen könne. „Die Beschäftigung steigt auf Rekordniveau – die Arbeitslosigkeit sinkt, und die Wirtschaft stellt sich die Frage: Wo bekommen wir Fachkräfte her?“, beschrieb Tietje die aktuelle Dynamik und gab darauf folgende Antwort: „Eine der besten Möglichkeiten ist, Nachwuchs selbst auszubilden.“

Genau dafür wollen die Kooperationspartner systematisch eine Basis schaffen, damit ausnahmslos alle Schulabgänger eine Chance bekommen. Neu ist die direkte Verbindung der Rechtskreise, in denen die drei Partner arbeiten. Soweit rechtlich möglich, so Landrat Cord Bockhop, sollen die Daten zusammengeführt werden. Die Partner haben ganz konkrete Arbeitsstrukturen vereinbart, um ihr Ziel zu erreichen – und wollen das Ergebnis genau analysieren. „Wir werden überprüfen: Was hat es gebracht?“, so der Landrat.

Wichtig für den Erfolg seien Netzwerkpartner, so Tietje: „Wir brauchen die Schulen, die Wirtschaft, die Industrie- und Handelskammer und die Handwerkerschaft.“ 

 sdl

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