Stadt finanziert Teilnahme an Führungskräfte-Seminar für Viete Voß

Kein Bewerber – ein Stipendiat

Willkommen, Nummer vier: Viete Voß (M.) ist der vierte Stipendiat der Stadt in den Führungskräfteseminaren von Gabriele Wichert. Erster Stadtrat Thomas Kuchem freut sich über seinen „Fund“ – er hatte Voß auf das Stipendium angesprochen.
+
Willkommen, Nummer vier: Viete Voß (M.) ist der vierte Stipendiat der Stadt in den Führungskräfteseminaren von Gabriele Wichert. Erster Stadtrat Thomas Kuchem freut sich über seinen „Fund“ – er hatte Voß auf das Stipendium angesprochen.
  • Frank Jaursch
    vonFrank Jaursch
    schließen

Syke – Für Thomas Kuchem war es eine ungewohnte Situation: Auf das Angebot der Stadt, die Teilnahme an einem fünftägigen Führungskräftetraining zu sponsern, fand sich diesmal kein einziger Bewerber. Die Nullnummer bei der vierten Vergabe dieses Stipendiums führt der Erste Stadtrat vor allem auf die Corona-Krise zurück. Sie war aber noch lange kein Grund, das Angebot zur Seite zu legen: Kurzerhand fragte Kuchem nach – bei einem, dessen Werdegang auf das gesuchte Profil passte wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge. Wenig später hatte er seinen Stipendiaten gefunden.

Viete Voß, der irgendwann einmal die Leitung des väterlichen Bauunternehmens übernehmen soll, hat im Januar sein Master-Studium Architektur erfolgreich beendet. Der 27-Jährige fügt dem Unternehmen mit seiner Ausrichtung eine neue Facette hinzu: „Architekt und Bauunternehmen ist ja nicht ganz das Gleiche“, sagt Voß mit einem Schmunzeln. So versuche der Architekt eher, den Bauherrn dafür zu begeistern, dass der günstigere Weg nicht immer der richtige sei.

Voß plant, mit der „Voß Haus Planung“ ein eigenes Standbein zu schaffen, mit dem er die väterliche Firma „mit dem Architekturgedanken unterstützen will“.

Vom städtischen Angebot hatte er gar nichts mitbekommen, gibt Voß zu. Als er jedoch davon erfuhr, war er sofort Feuer und Flamme. „Das ist definitiv interessant für mich“, ist er sicher. „Da kann ja fast jeder noch was lernen.“

Im Seminar von Gabriele Wichert stehen die Persönlichkeitsentfaltung und die Selbstverantwortung der Fach- und Führungskräfte im Mittelpunkt. Dabei stellen die Beziehungen – zu Mitarbeitern wie zu Kunden – einen Schwerpunkt dar. „Das Thema Führung wird woanders nicht wirklich vermittelt“, findet Thomas Kuchem. Er ist sich sicher: „Da werden Ressourcen verschleudert ohne Ende.“

Für Gabriele Wichert ist Viete Voß so etwas wie der perfekte Teilnehmer: „Eine Führungskraft, die sich orientieren will – das ist der Idealfall.“

Von Frank Jaursch

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Aromenvielfalt im Gin-Glas

Aromenvielfalt im Gin-Glas

Der Audi E-Tron S kämpft gegen Kräfte der Physik

Der Audi E-Tron S kämpft gegen Kräfte der Physik

Schüsse vor Weißem Haus: Trump unterbricht Pressekonferenz

Schüsse vor Weißem Haus: Trump unterbricht Pressekonferenz

Heiß und gewittrig: Deutschland schwitzt weiter

Heiß und gewittrig: Deutschland schwitzt weiter

Meistgelesene Artikel

„Wirtschaftsethik“-Projekt in der achten Klasse / Interview mit Stammzellforscher aus Köln

„Wirtschaftsethik“-Projekt in der achten Klasse / Interview mit Stammzellforscher aus Köln

Unternehmen und Azubis finden nicht zueinander

Unternehmen und Azubis finden nicht zueinander

Lieber Zeit- als Sachspenden

Lieber Zeit- als Sachspenden

Großtagespflege im alten Pfarrhaus?

Großtagespflege im alten Pfarrhaus?

Kommentare