Westlich der Kieler Straße muss kompliziert sein, was ganz einfach sein könnte

Kein anderer Weg nach Küssnacht

Hier durch mit 'nem 30-Tonner? Na, schönen Dank auch! Die Erschließung des Baugebiets Westlich der Kieler Straße dürfte buchstäblich eine enge Kiste werden.  
Foto: Michael Walter
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Hier durch mit "nem 30-Tonner? Na, schönen Dank auch! Die Erschließung des Baugebiets Westlich der Kieler Straße dürfte buchstäblich eine enge Kiste werden. Foto: Michael Walter
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Barrien – Das hat es in dieser Form auch noch nicht so oft gegeben: Grundsätzlich gibt’s am Baugebiet Westlich der Kieler Straße in Barrien nichts zu meckern. Darüber war sich der Bauausschuss am Montagabend einig. An der vorgesehenen Erschließung dieses Baugebiets allerdings über die Lübecker Straße ließen die Mitglieder des Ausschusses ebenso einmütig kein gutes Haar.

Auch darüber gab es keine zwei Meinungen: Eine direkte Zuwegung von der Sudweyher Straße wäre die weitaus bessere, weil direktere und einfachere Möglichkeit. Und wenn schon nicht als endgültige Zufahrt für die Bewohner, dann doch zumindest während der Bauphase. Denn für Bagger, Radlader und Muldenkipper ist der Weg durch das bestehende Wohngebiet über Kieler Straße, Husumer Weg und Lübecker Straße viel zu schmal, meinten die Ausschussmitglieder quer durch alle Fraktionen. „Baustellenfahrzeuge kommen da nicht durch“, so Onno Buurman (SPD). Bei der Frage nach den Konsequenzen aus dieser Erkenntnis endete die allgemeine Einigkeit dann wieder. Von den neun Mitgliedern des Ausschusses stimmten fünf für den Satzungsbeschluss – also für „trotzdem bauen“ –  und drei dagegen. Ein Mitglied enthielt sich. Wie berichtet, hatte dieses Thema schon im Barrier Ortsrat für Kopfschütteln und Verständnislosigkeit gesorgt.

Bauamtsleiter Hein Sievers erklärte im Ausschuss noch einmal: Einer Anbindung von der Sudweyher Straße habe die Landesstraßenbaubehörde in Nienburg eine unmissverständliche Absage erteilt. „Weil wir uns an dieser Stelle außerhalb der geschlossenen Ortschaft befinden. Und es gibt außerhalb geschlossener Ortschaften keine neuen Zuwegungen auf Fernverkehrsstraßen“, gab Sievers die Nienburger Argumentation wieder. „Nicht mal für eine Baustellenzufahrt. Das ist nichts Syke-Spezifisches, das gibt es auch woanders nicht. Ich weiß nicht, ob bundesweit, aber zumindest nicht in Niedersachsen.“

Darauf beruhen lassen wollte es der Ausschuss nicht. Die Verwaltung solle „noch mal Druck“ machen, hieß es. Sievers wollte sich da aber keinerlei Illusionen hingeben. Er empfahl etwas Anderes: „Wir müssen mit dem Investor eine Regelung finden, die Beschädigungen an Lübecker Straße, Kieler Straße und Husumer Weg ausschließt.“ Zum Beispiel, indem die Stadt Pflanzbeete abbaut (und später wieder aufbaut), Bäume, die zu dicht am Straßenrand stehen, schützend mit Brettern ummantelt und dergleichen mehr. „Die Kosten muss der Investor übernehmen. Auch für die Wiederherstellung.“

„Da müssen wir diese Kröte so schlucken“, stellte Wilken Hartje fest. „Dann ist das so. Augen zu, und durch.“

Einige Einwohner aus dem benachbarten Wohngebiet denken offensichtlich anders. „Entscheiden Sie doch: Dann bauen wir da einfach nicht!“, forderte einer von ihnen im Rahmen der Einwohnerfragestunde.

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