Sportplatz an der Ferdinand-Salfer-Straße weiterhin nicht nutzbar

Kaninchen ausgesperrt, Maulwurf eingesperrt

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Die Maulwurfhügel sind noch nicht mal das Problem an der Ferdinand-Salfer-Straße. Vielmehr die Gänge, die die Tiere unterhalb des Sportplatzes graben.

Syke - Von Michael Walter. Das ist ja immer so eine Sache mit diesen Sperrvorrichtungen: Sie wirken in beide Richtungen, selbst wenn sie das gar nicht sollen. So auch beim Sportplatz an der Ferdinand-Salfer-Straße.

Der Platz ist seit Jahren nicht nutzbar, weil dort immer wieder Kaninchen tiefe Löcher gegraben haben. Im Sommer hat die Stadt jetzt für knapp 10.000 Euro einen Zaun und eine unterirdische Sperre gebaut, die die Kaninchen fernhalten sollen. Das funktioniert auch zuverlässig. Die Stadt hat damit allerdings nicht nur erfolgreich die Kaninchen aus-, sondern auch die Maulwürfe eingesperrt, die unter dem Rasen leben.Und der Platz ist deshalb weiterhin nicht nutzbar.

Die gelegentlichen Maulwurfhügel sind dabei gar nicht mal das Problem, sondern die Gänge, die die Tiere unterm Rasen graben. Tritt man darauf, sackt die Oberfläche nach. Das bedeutet für alle, die den Sportplatz nutzen, höchste Verletzungsgefahr.

Eigentlich hätte die Stadt den Maulwurf vertreiben müssen, bevor sie Kaninchenzaun und -sperre gebaut hätte. Hat sie aber nicht. „Der Maulwurf ist definitiv noch da, besonders zur Bahn hin“, sagt Holger Surm. Er leitet beim TuS Syke den Spielbetrieb der Fußball-Abteilung und teilt die Trainings- und Spielzeiten für die einzelnen Mannschaften ein. 

Platz wird dringend benötigt

Den Platz an der Ferdinand-Salfer-Straße bräuchte er händeringend, zumal auch die beiden vereinseigenen Plätze am Waldstadion in einem sehr schlechten Zustand sind. Der Stadtverwaltung macht Surm indes keine Vorwürfe. „Der Bauhof hatte einfach keine Kapazitäten frei“, sagt er. „Wir selbst haben es zeitlich ja auch nicht hingekriegt.“

Ein erster Arbeitsdienst, um die Maulwurfsgänge zu verfüllen, war gescheitert: Die Stadt hatte den Rasen nicht gemäht, im knöcheltiefen Gras waren die Gänge nicht erkennbar. Einen neuen Termin hat der TuS laut Surm zuerst nicht koordiniert bekommen, dann spielte das Wetter nicht mehr mit.

Nach diesem Wochenende hat sich das Problem erst einmal entzerrt: Fast alle Jugendmannschaften gehen dann in die Halle. Die Herren folgen bis Ende November. Surm: „Die neue Feldsaison beginnt dann im März. Ab Februar müsste der Platz daher eigentlich wieder zum Training nutzbar sein. Ich würde mir allerdings wünschen, dass wir das dieses Jahr noch hinbekommen.“

Bauamtsleiter gibt mangelnden Einsatz zu

Sykes Bauamtsleiter hat Surm dabei auf seiner Seite. „An dem Maulwurfproblem ist nicht so intensiv gearbeitet worden, wie es hätte sein können“, sagt Hein Sievers. In den Sommerferien habe der Bauhof es versäumt, Fallen aufzustellen, weil er eine mögliche Verletzungsgefahr für spielende Kinder befürchtet habe. Das soll nun so schnell wie möglich nachgeholt werden. „Einen Zeitrahmen habe ich dafür zwar nicht gesetzt“, sagt Sievers, „aber deutlich gemacht, intensiv tätig zu werden.“

Der Platz an der Ferdinand-Salfer-Straße ist der einzige Sportplatz in Syke, bei dem die Stadt noch direkt für Unterhalt und Pflege verantwortlich ist. Bei allen anderen städtischen Plätzen übernimmt der Stadtsportring diese Aufgabe. Sievers: „Unser Ziel ist, auch diesen Platz an den SSR abzugeben.“

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