Tag der Betriebe in der GTS 2001

„Kampf um Schülerköpfe ausgebrochen“

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Ingo Büntemeyer und Lea Stegkämper haben bei den Schülern der GTS 2001 einen bleibenden Eindruck hinterlassen. 

Syke - Von Robin Grulke. Da kommt die Polizei in die Schule, hält zwei Vorträge und ist danach um elf Praktikanten reicher: „Die haben uns sogar die Pause geraubt“, erzählte Ingo Büntemeyer, Einstellungsberater im Polizeikommissariat Syke. Gestern war er für den Tag der Betriebe gemeinsam mit Vertretern von Mercedes, der Stadt und McDonald’s zu Gast in der GTS 2001.

„Ich bin total zufrieden“, meinte Verena Blankenstein. Die Schulsozialarbeiterin und Patin des besonderen Tags für berufliche Zukunft steht hinter dem mittlerweile sieben Jahre alten Projekt. Die rund 150 Schüler der achten und neunten Klassen der GTS würden dabei in persönlicher Atmosphäre Details zu diversen Ausbildungsberufen kennenlernen.

Dafür kamen Unternehmen und Institutionen bis in die Klassenzimmer. Neben der Syker Polizei, der Stadt Syke sowie der Bundeswehr, die bereits im siebten Jahr dabei waren, konnten sich die Schüler auch für den „Newcomer“ McDonald’s eintragen. Außerdem hielten Mitarbeiter von Vilsa, Mercedes, der Bundeswehr, Oelschläger, Bäckerei Weymann, Friseur Radolla und Bormann Elektrobau informierende Vorträge.

Und obwohl der Tag der Betriebe für die achten und neunten Klassen Pflichtprogramm ist (die zehnten dürfen noch mal teilnehmen), resümierte beispielsweise Ingo Büntemeyer von der Polizei: „Die, die da sind, haben echtes Interesse. Das merkst du denen an.“

Rückmeldung hätte nicht besser sein können

Wie man es ihnen anmerkt? Nachdem Büntemeyer gemeinsam mit der Polizeistudentin Lea Stegkämper zwei Vorträge vor rund 50 Schülern gehalten hatte, gingen prompt Anmeldungen für Praktika ein. Elf Stück, davon der Großteil Kurzpraktika über drei Tage, haben die Schüler ergattert. Ein besseres Feedback könnte sich Büntemeyer kaum wünschen.

Nicht nur die Gesetzeshüter, auch die anderen Referenten sehen in einem solchen Tag der Berufsfindung Potenzial. Unternehmen würde händeringend nach neuen Auszubildenden suchen, und irgendwie müsse man ja an die Jugend herantreten, so der Konsens der Unternehmensvertreter. Das bestätigte auch Werner Wordtmann, Lehrer an der GTS: „Der Kampf um die Köpfe der Schüler ist ausgebrochen.“

Verbesserungsbedarf am Konzept des Angebots sahen indes nur wenige. Philip Stücken von Mercedes Benz griff aber einen Gedanken auf, der vielen auf dem Herzen lag. Das Programm sei derart straff getaktet, dass die Schüler zwischen den Präsentationen kaum Zeit zum Verschnaufen hätten. Eine Viertelstunde Pause reiche da nicht aus. Mal sehen, wie es im nächsten Jahr abläuft.

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