Nabu entfernt Birken vom Blanken Schlatt

Der Kampf, der niemals endet

Mitglieder des Nabu Syke waren am Wochenende am Blanken Schlatt in Barrien im Einsatz. - Foto: Heinfried Husmann

Barrien - Es ist ein Kampf, der niemals endet: der Kampf des Nabu Syke gegen Birken und andere im Blanken Schlatt auflaufende Bäume und Sträucher. Sieben Mitglieder machten sich am Sonnabend für ein blankes Schlatt im Blanken Schlatt krumm. Vier Stunden lang wateten sie durch den östlich des Holzsteges gelegenen Teil des entstehenden Hochmoores und rupften und zerrten kleine Bäume aus dem schlammigen Boden.

Es waren nicht nur neue Birkenreiser aufgewachsen, auch Kiefern, sogar kleine Eichen, Weiden und Faulbäumchen mussten aus dem weichen Untergrund gerissen werden, möglichst mit der Wurzel, da diese Bäume dem Moor das Wasser entziehen.

Nach Ansicht von Ulf Walek ist noch mindestens ein weiterer Arbeitsdienst erforderlich. Der sollte möglichst noch in diesem Monat erfolgen, so lange die kleinen Bäume noch Blätter tragen und daran zu erkennen sind.

Wer allerdings vermutet hatte, dass sich außerhalb des Geländes nach vierstündiger Arbeit große Haufen mit Buschholz aufstapeln, sah sich getäuscht. „Es sind ja nur noch kleine Bäume, und die machen auch nur kleine Haufen“, lacht Ulf Walek und erinnert sich auch an die früheren Arbeitseinsätze, bei denen noch fingerdicke Bäume aus dem feuchten Untergrund gezogen wurden.

Ein wenig stolz ist er schon darauf, wie das Blanke Schlatt jetzt aussieht: Kein Busch versperrt mehr den Blick, nach Regenfällen ist stellenweise wieder das blanke Wasser zu sehen, in dem sich die Rohrkolben spiegeln. Die müssen allerdings auch noch bearbeitet werden, bevor die hübschen dekorativen Rohrkolben beginnen, sich auszusamen.

Dann zieht Ulf Walek sich die Wathose an und zieht ein Seil hinter sich her, das Peter Jacobson am anderen Ende festhält. Falls Ulf Walek bei der Arbeit im Schlamm stecken bleibt, kann er sich mit dieser Leine wieder frei machen – zumindest, wenn Peter Jacobson „standhaft“ bleibt.

Er würde sich auch freuen, wenn die Gruppe ein Gerät einsetzen könnte, um die Erlen auszureißen, die sich zwar außerhalb des drei Hektar großen Naturschutzgebietes befinden, die aber immer wieder ihre Samen über den Zaun werfen.

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