Jugendarbeit wörtlich

Teamer der Barrier Kirchengemeinde bauen und gestalten ihren Raum selbst

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Eigenleistung in der Tischlerei: Teamerin Jasmin Topp baut Sitzmöbel aus Paletten und hat sichtlich Spaß dabei.

Wenn man selber für etwas schuften muss, schätzt man das Ergebnis hinterher umso höher. Diesen Grundgedanken hatte Diakon Bernd Breckner im Sinn, als es um die Gestaltung und Einrichtung der Jugendräume im Hachehuus, dem neuen Barrier Gemeindehaus, ging. Den haben die Teamer der Kirchenjugend nämlich nicht bloß selbst geplant, sie haben auch die Möbel selbst gebaut. Ein barrierefreier Jugendraum ist das Ergebnis.

Barrien - Am Mittwoch haben sie den jetzt eingeweiht und dabei ihren Helfern Dankeschön gesagt. Denn ganz ohne fachmännische Unterstützung wäre das nicht möglich gewesen.

Da wäre zunächst mal Tischler Peter Landsberg: „In seiner Werkstatt durften unsere Teamer Sitzgelegenheiten und Tische aus Paletten selbst herstellen“, erzählt Bernd Breckner. „Sie haben gesägt, gehämmert, geleimt und lackiert.“ Landsberg selbst und einer seiner Mitarbeiter gaben Tipps und passten auf, dass sich niemand in die Finger sägte und am Ende alles passte.

Ein Dankeschön geht aber auch Jan Bootsmann und seine Kollegen aus dem Bremer Mercedes-Werk. Denn die hatten freiwillig die Cent-Beträge ihres monatlichen Nettogehalts gespendet. Für jeden gespendeten Cent legte das Unternehmen einen weiteren Cent obendrauf und verdoppelt somit die Summe. Der Erlös kommt gemeinnützigen Projekten im In- und Ausland zugute, die ausschließlich von der Belegschaft vorgeschlagen werden. Und Jan Bootsmann hatte an die Barrier Teamer gedacht.

Barrierefreier Jugendraum mit selbst getischlerten Möbeln: Die Teamer der Barrier Kirchenjugend zeigen ihren Unterstützern, was sie geschaffen haben. Ganz rechts: Peter Landsberg und Jan Bootsmann, daneben Diakon Bernd Breckner und einige Teamer.

„Mit dieser Spende konnten wir dann unsere Vorstellungen von einem barrierefreien Jugendraum im neuen Hachehuus realisieren“, sagt Breckner. „Dafür sind wir sehr dankbar.“

Zwei Monate hat es laut Breckner von der Planung bis zur Umsetzung gedauert. Die Teamer der Kirchenjugend waren aber schon von Anfang an in den Bau des Hachehuus mit einbezogen. Sie haben zum Beispiel Lage und Größe des Jugendraums mit den Architekten selbst abstimmen können und auch Farben und Material ausgesucht. „Dann fühlt man sich mehr verantwortlich.“

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